06.05.2012
Österreich

Mehr Gehalt für Junglehrer

Wien – Gestern wurden weitere Details aus dem 26-seitigen Entwurf für ein neues Lehrerdienstrecht bekannt, über das zwischen Gewerkschaft und Regierung eigentlich Stillschweigen vereinbart wurde. Laut übereinstimmenden Berichten der Presse und der Oberösterreichischen Nachrichten sollen neu eintretende Lehrer ab dem Schuljahr 2013/14 unabhängig von dem Schultyp ein einheitliches Grundgehalt von 2400 Euro brutto beziehen. Für die an Pädagogischen Hochschulen ausgebildeten Pflichtschullehrer wären das die von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) genannten 20 Prozent mehr als derzeit, für die Lehrer an weiterführenden Schulen (AHS, berufsbildende höhere Schulen) mit ihrer längeren Uni-Ausbildung zehn Prozent mehr.

Inhaltlich wollte Paul Kimberger, Chef der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft, nichts zu den kolportierten Inhalten sagen. Er betonte allerdings, er könne ausschließen, dass die Lehrervertretung Informationen an Medien weitergegeben hat. Er habe von den zuständigen Ministerinnen Aufklärung verlangt, wie und warum das vereinbarte Stillschweigen gebrochen wurde. Nächste Woche will die Gewerkschaft über die künftige Informationsstrategie in Sachen Lehrerdienstrecht entscheiden. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom So, 06.05.2012
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