Philippinen bringen Streit um Meeresgebiete mit China vor UNO
![]()
Auf den Philippinen wird gegen das Verhalten Chinas immer wieder protestiert.
Foto: REUTERS
|
||
Manila/Peking – Wegen eines Streits mit China um Seerechte haben die Philippinen die Vereinten Nationen angerufen. Alle diplomatischen Mittel seien ausgeschöpft, um den Konflikt im Südchinesischen Meer „friedlich“ beizulegen, sagte der philippinische Außenminister Albert del Rosario am Dienstag in Manila. Die Anrufung des UN-Schiedsgerichts auf der Grundlage der 1982 von beiden Ländern unterzeichneten UN-Seerechtskonvention werde hoffentlich zu einer „dauerhaften Lösung“ führen. Seine Regierung habe den chinesischen Botschafter über den Schritt in Kenntnis gesetzt, sagte der Chefdiplomat.
Manila will mit der Anrufung des UN-Schiedsgerichts erreichen, dass China „von ungesetzlichen Aktivitäten ablässt, die die Souveränitätsrechte und die Zuständigkeit der Philippinen verletzen“, sagte del Rosario. Manila ist verärgert über weitreichende chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer, die neben Seegebieten auch Inseln umfassen, die näher an den Gebieten der Nachbarländer Chinas liegen als an dessen Hoheitsgebiet.
Neben den Philippinen liegen auch Japan, Brunei, Malaysia, Vietnam und Taiwan mit China im Dauerstreit um Gebietsansprüche. Die zunehmend selbstbewusste Führung in Peking tritt in der Region seit einigen Jahren deutlich fordernder und konfliktbereiter auf, wenn es um die Durchsetzung eigener Ansprüche geht. Bei den Gebietsstreitigkeiten geht es insbesondere um Zonen, in denen Bodenschätze vermutet werden, oder um reiche Fischgründe. (APA/AFP)
aktualisiert: Di, 22.01.2013 10:51







Startschuss für neuen Landtag

