Ruhezonen hatten für Gemeinden ihre Reize
Von Christoph Mair
Axams – Obwohl es nach dem vorläufigen Nein des Landes zu einer Verbindungsseilbahn Schlick-Lizum durch das Ruhegebiet Kalkkögel zuletzt ruhiger geworden ist, ist die Thematik nicht vom Tisch. Die Befürworter einer Aufhebung des Ruhegebiets bzw. einer Änderung seiner Grenzen hatten immer wieder argumentiert, dass die Verordnung des Landes im Jahr 1983 gegen den Willen der Gemeinden erlassen worden sei. Die Stellungnahmen der Gemeinden in der Auflagefrist für Ruhezonen im Jahr 1980, die der TT vorliegen, sprechen zu einem guten Teil eine andere Sprache. Da teilt etwa die Gemeinde Axams dem Land mit, dass zum Verordnungsentwurf keine Stellungnahmen eingebracht worden seien und auch die Gemeinde selbst „keinerlei Einwände“ dagegen habe.
Aus der größten Stubaier Gemeinde Neustift kam der Wunsch, die Gebiete Goldsuttn und Kaserstatt nicht ins Ruhegebiet einzubeziehen, da diese Bereiche für Skigebietserweiterungen benötigt würden. Dem wurde seitens des Landes auch entsprochen. Die Schaffung der Ruhezonen allgemein befürwortete der Gemeinderat hingegen ausdrücklich. Aus Neustift kam noch nach der Verordnung des Ruhegebiets der Wunsch, zu prüfen, ob nicht auch die Bergmähder des Oberbergtales mit einbezogen werden könnten, um eine ordentliche Bewirtschaftung sicherzustellen. Abgelehnt hat die Gemeinde Neustift übrigens die Forderungen der Schlick nach Herausnahme weiterer Gebiete (z.B. Burgstall). Obwohl auch die Gemeinde Telfes größere Ausnahmen unterstützt hatte, blieb das Land hier bei den ursprünglichen Grenzen.



