12.05.2011
Kitzbühel

Tausch statt teurem Kauf vorgeschlagen

Die Liste Junge Kitzbüheler ist nicht zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis von Land Tirol und Stadt Kitzbühel zur BH-Erweiterung im Marienheim.

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die Einigung des Landes mit der Stadt Kitzbühel freut nicht alle in der Gamsstadt. Wie die TT berichtete, soll die Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft im Marienheim Platz finden. Die darin untergebrachte Musikschule würde zur Hauptschule übersiedeln und der Kindergarten in den Süden der Stadt. „Wir sagen Ja zum Marienheim, Ja zur Übersiedlung der Musikschule, Ja zum Kindergarten im Süden, aber das Verhandlungsergebnis ist für uns nicht zufriedenstellend“, erklärt der Gemeinderat Thomas Nothegger von der Liste Junge Kitzbüheler (JUK). Er und seine Mitstreiter fordern, dass Bürgermeister Klaus Winkler noch einmal mit dem Land nachverhandelt.

Vor allem geht es ihnen um die Vorgangsweise, dass das im Stadtbesitz befindliche Marienheim dem Land geschenkt wird, ein Teil der BH aber von der Stadt um zwei Millionen gekauft werden muss. „Ich habe das Marienheim von Experten schätzen lassen und die sagen, es ist etwa drei Millionen Euro wert. Wir würden also vorschlagen, dass wir dem Land das Marienheim überlassen und es uns dafür im Tausch den Teil der BH, den die Stadt will“, führt Nothegger aus.

Er macht sich Sorgen um die Kosten für den „Deal“, wie er es bezeichnet. „Es sind nicht nur die Kosten für den Ankauf des BH-Teils, sondern auch noch die für den Erweiterungsbau der Hauptschule und auch der Erhalt der alten Gebäude kostet viel Geld“, ärgert sich der junge Gemeinderat. Von Bürgermeister Winkler wurde vorgeschlagen, die Kosten mit Grundverkäufen abzudecken. Nothegger sieht darin ein Verscherbeln von Familiensilber. Bei einem Grundstückspreis von 180 Euro pro Quadratmeter müsste nach seinen Angaben über die Hälfte des städtischen Grundbesitzes verkauft werden. Er räumt aber ein, dass die Grundstückspreise bis zu 1700 Euro pro Quadratmeter betragen können.

Einer Abstimmung, bei der die Marienheim-Lösung als Gesamtes beschlossen wird, kann und will er deshalb nicht zustimmen. „Ich will, dass die Punkte einzeln und nicht als Gesamtes abgestimmt werden“, fordert Nothegger im Hinblick auf die Gemeinderatssitzung am 23. Mai. Bürgermeister Winkler war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, da er derzeit auf Urlaub im Ausland verweilt.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 12.05.2011
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum