25.01.2012
Kufstein

Heftige Debatte um die Doppelnutzung von Wasser

Liste des Radfelder Bürgermeisters spricht sich gegen ein Trinkwasserkraftwerk aus und sammelt eifrig Unterschriften.

Von Walter Zwicknagl

Radfeld – Gegen den Bau eines gemeindeeigenen Trinkwasserkraftwerkes macht jetzt die Radfelder Bürgermeisterliste „Zukunft für Radfeld“ mobil. „Darüber wurde schon in der vergangenen Gemeinderatsperiode geredet. Unsere Liste ist aber gegen derartige Pläne“, zeigt BM Josef Auer auf. In einer Informationsschrift, in der es auch um die Verbesserung des Lärmschutzes entlang der Autobahn geht, wirbt Auer um Unterschriften gegen das Projekt Trinkwasserkraftwerk. „Anerkannte Experten warnen eindringlich davor, da die Wasserqualität negativ beeinflusst wird“, ist in der Informationsschrift zu lesen. „Wir wollen die Meinung der Bevölkerung einholen, weil die Gefahr besteht, dass im Gemeinderat für ein derartiges Projekt gestimmt wird“, stellt der Gemeindechef fest. Sieben Stimmen hat die Liste von BM Josef Auer, sechs die Allgemeine Radfelder Liste und zwei die Radfelder Gemeinschaftsliste von Thomas Laimgruber. Mitte Februar soll es zur Entscheidung im Gemeinderat kommen.

„Das ist nichts anderes als eine Panikmache. Wir wollen nur, dass die Voraussetzungen für ein Trinkwasserkraftwerk geschaffen werden“, kontert Vizebürgermeister Friedrich Huber, der am Dienstag seine Sicht der Dinge unters Volk brachte. Wenn nämlich die Druckrohrleitung und das Gebäude vorhanden sind, könne der Einbau der Anlage – sprich Turbinen – mit einem relativ geringen Kostenaufwand auch später durchgeführt werden. „Unter den 50 Tiroler Betreibern von Trinkwasserkraftwerken finden sich Firmen, Gemeinden und auch Trinkwasserversorgungsunternehmen. Unsere Nachbargemeinde Münster betreibt schon seit vielen Jahren ein Trinkwasserkraftwerk“, informiert Friedrich Huber, der auch bei BM Werner Entner (Münster) nachfragte und durchaus positive Erfahrungen zu hören bekam. „Auch ich will eine hohe Qualität beim Trinkwasser“, sagt Huber.

Noch heuer soll es zur dritten Baustufe für die Trinkwasserversorgung kommen. BM Auer spricht von Kosten in der Höhe von 350.000 Euro. Den Mehraufwand für einen Turbinenraum ohne technische Anlagen beziffert er mit 20.000 bis 30.000 Euro.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mi, 25.01.2012
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum