26.01.2012
Innsbruck

FPÖ will in Innsbruck verdoppeln

Von Anita Heubacher

Innsbruck – August Penz soll Bürgermeister in Innsbruck werden und die Stimmen der Freiheitlichen in der Landeshauptstadt verdoppeln. Jenseits der zehn Prozent sollen es werden. Je höher die Zahl, desto besser, meinte Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. „Und einen Stadtrat wollen wir auch“, legte Landesparteiobmann Gerald Hauser nach. Derzeit hat die FPÖ in Innsbruck fünf Prozent. Gewählt wird am 15. April. Vor einem Jahr hatte die Parteispitze erklärt, dass Stadtparteiobmann Richard Heis die FPÖ in den Wahlkampf führen solle.

„August Penz ist die wesentlich stärkere Ansage“, erklärte Strache gestern. Richard Heis solle das Bindeglied zwischen Stadt und Land für Innsbruck sein.

Es sei keine einfache Entscheidung gewesen, in die Politik zu gehen, meinte Penz. Mit einem 40-Punkte-Programm vom leistbaren Wohnen über die Sicherheit bis hin zu mehr Demokratie will er bei den Innsbruckern landen. 80- bis 100.000 Euro investiert die FPÖ in den Wahlkampf. Der offizielle Startschuss fällt Mitte Februar. Die ersten Plakate werden schon früher angebracht. Das Wahlkampfbudget wollte die FPÖ erst nach mehrmaligem Nachfragen preisgeben, obwohl sich die Freiheitlichen immer für mehr Transparenz aussprechen. „Spenden erhalten wir keine“, erklärte Hauser.

Dass Fritz Dinkhauser überlegt, mit seinem Bürgerforum die Partei der amtierenden Bürgermeisterin Oppitz-Plörer zu unterstützen, sorgte bei Strache für Empörung. „ÖVP-Pack schlägt sich und verträgt sich“, meinte er. Für Innsbruck trete als eigene Liste an, um dann mit der ÖVP zu packeln, sagte Hauser. Mit der Liste Fritz verhalte es sich gleich. Dass dadurch Protestwähler der FPÖ abhandenkommen könnten, wollten Strache und Hauser nicht sehen.

Für Strache ist Innsbruck nach den Gemeinderatswahlen in Wien im Jahr 2010 „die erste große Herausforderung“. In Wien ist die FPÖ zweitstärkste Kraft und hat 27 Prozent.

Mit der Landespartei ist Strache zufrieden. Ja, es habe turbulente Zeiten gegeben, diese seien aber nun beigelegt. „Es muss immer Mitesser und Egomanen geben.“ Nun sei die Partei gut aufgestellt. Dies habe nicht zuletzt der Parteitag in Innsbruck gezeigt. Hauser hatte 72,9 Prozent der Stimmen bei einem Gegenkandidaten erhalten. Bei den Obmannwahlen im Jahr 2009 waren es noch mehr als 90 Prozent gewesen.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 26.01.2012
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