27.01.2012
Landeck

Förderung für Schlossmuseum bleibt „auf Eis“

Die finanzielle Sanierung des Schlossmuseums ist weiterhin offen.Foto: Wenzel
Foto: REDAKTION

Landeck – Der Bezirksmuseumsverein muss weiterhin auf Mittel aus dem Kulturbudget des Landes verzichten. „Der Verein bzw. die Stadt Landeck haben die nötigen Kriterien noch immer nicht erfüllt“, erklärte Kulturlandesrätin Beate Palfrader bei ihrem Landeck-Besuch am Donnerstag.

Es geht, so Palfrader, um den bisherigen Förderbeitrag von jährlich 15.000 Euro und auch um einen möglichen Beitrag zum Abbau der Vereinsschulden von 350.000 Euro: „Dass das Land die Schulden in voller Höhe übernimmt, ist ausgeschlossen. Für uns ist noch immer nicht alles nachvollziehbar, wie der Museumsverein mehr als 600.000 Euro Schulden anhäufen konnte.“ Wobei die Stadt, die beim Umbau des Schlosses im Bauausschuss vertreten war, keinesfalls aus der Verantwortung entlassen werden könne.

„Voraussetzung für künftige Förderungen ist auch, dass die Zukunft des Trägervereins für das Schlossmuseum gesichert sein muss“, betonte Palf­rader, „der Verein muss einen geordneten Geschäftsbetrieb garantieren können.“

Als positiv wertete sie, dass der Verein den Museums- und Galeriebetrieb getrennt habe. Auch die Anerkennung der „ICOM-Richtlinien“ (ethische Richtlinien für Museen) sei inzwischen erfüllt.

Nicht nachvollziehbar sind Palfraders Feststellungen für BM Bertl Stenico: „Wir haben sämtliche Unterlagen geliefert, die die Kulturabteilung haben wollte. Wenn noch etwas fehlt, sollte uns die Landesrätin das sagen.“ Nachdem die Stadt bereits 250.000 Euro zur Schuldentilgung übernommen habe, hoffe man auf einen entsprechende Beitrag vom Land. „Der Verein soll einen finanziellen Neustart machen können“, betont der Bürgermeister. (hwe)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Fr, 27.01.2012
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