Nur 157.000 Euro zum Jonglieren
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Für die Beschneiung im Imster Skigebiet hat die Gemeinde für heuer zumindest 350.000 Euro reserviert.Foto: Böhm
Foto: TT / Thomas Böhm
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Von Alexander Paschinger
Imst – Der Applaus war dem Imster Finanzreferenten Gebhard Mantl von allen Seiten gewiss – und das Budget wurde auch einstimmig vom Imster Gemeinderat angenommen. Im ordentlichen Haushalt sind es etwas mehr als 25 Millionen Euro, im außerordentlichen Haushalt kommen noch einmal knapp 3,4 Millionen Euro dazu. Der Wermutstropfen: „Wir haben als Stadt mit fast 10.000 Einwohnern nur 157.000 Euro an frei verfügbaren Mitteln – das ist ziemlich wenig“, erklärte Mantl.
Tatsächlich musste beim diesjährigen Haushaltsvorschlag eine Differenz von rund zwei Millionen Euro überwunden werden. Vor allem im Bereich der Investitionen gab es einige Verschiebungen vom ordentlichen in den außerordentlichen Haushalt. „Außerhalb der Stadtwerke tätigt die Stadt heuer Investitionen in der Höhe von rund drei Millionen Euro“, so Mantl. Der größte Brocken wird der Kreisverkehr „Auf Arzill“, für den vorerst 1,6 Millionen Euro vorgesehen sind, gefolgt von 350.000 Euro für die Beschneiung der Imster Bergbahnen. „Für diesen Posten haben wir mehr zu Verfügung“, erläutert Bürgermeister Stefan Weirather, denn aus dem Vorjahr blieben noch rund 90.000 Euro an reservierten Mitteln über.
Ein Tippfehler kommt übrigens der heuer garantiert teuren Schneeräumung zugute: Für Ehrungen hatte sich eine weitere Null bei den 10.000 Euro eingeschlichen. Diese 90.000 Euro zu viel werden direkt der Schneebekämpfung zugeschrieben, die damit heuer 120.000 Euro zur Verfügung hat.
Außerdem verzichten die Gemeinderäte weiterhin auf zehn Prozent ihrer Aufwandsentschädigung. Eigentlich wollte man diese Sparmaßnahme am Dienstagabend im Gemeinderat kippen. Doch nach emotionaler Diskussion standen neun Befürwortern acht Neinstimmen und zwei Enthaltungen entgegen – womit der Antrag abzulehnen war. Besonders zufrieden zeigte sich IFI-Chef Helmut Gstrein: „Es wäre ein falsches Signal. Es würde rund 15.000 Euro kosten, aber das ist ungefähr die Erhöhung bei den Wassergebühren, die 17.000 Euro ausmacht.“ Da nützte es nichts, dass Stadtchef Weirather auf die Möglichkeit von absetzbaren Spenden an „Imster helfen Imstern“ verwies. Der Verzicht bleibt.



