02.02.2012
Innsbruck

Piraten wollen auch Innsbruck entern

Innsbruck – Nach den Wahlen in Berlin, bei denen sie auf Anhieb den Einzug ins Landesparlament geschafft hatte, war die Piratenpartei in aller Munde. Der lose Zusammenschluss von Menschen, die für mehr Bürgerrechte, mehr direkte Demokratie und Mitbestimmung eintreten, versetzte den etablierten Parteien einen politischen Aha-Effekt. Hauptsächlich über die neuen Medien wie Internet und Kommunikationsplattformen wie Facebook oder Twitter versuchen sie ihre Botschaften zu vernetzen.

Als Nächstes wollen die Piraten jetzt auch in Innsbruck ein Gemeinderatsmandat entern, wie Alexander Ofer (39) gegenüber der TT erklärt. Seit Freitag werben sie um Unterstützungserklärungen, für eine Kandidatur benötigt die Piratenpartei 100 Unterschriften. Für Ofer, derzeit einer von sechs Gemeinderats- kandidaten, ist die Innsbruck-Wahl auch ein Test, „ob sich unser Projekt für mehr direkte Demokratie auch in Tirol umsetzen lässt“. Themen für den Wahlkampf in Innsbruck sind soziale Gerechtigkeit und Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. „Und natürlich geht es uns auch um die Mitbestimmung der Bürger, die viel stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen werden müssen.“

Alexander Ofer ist überzeugt, dass die Piraten die erste Hürde für ihr Antreten mit 100 Unterschriften überspringen können. „Ein Gemeinderatsmandat ist unser großes Ziel.“ (pn)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 02.02.2012
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