„Bordellbedarf ist gedeckt“
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Innsbruck – Der Innsbrucker Stadtteil Rossau wird zum Rotlicht-Viertel. Neben dem bereits bestehenden Nobelbordell werden in den kommenden Monaten zwei weitere Freudenhäuser eröffnet.
Das war‘s dann vorerst – „der Bedarf ist nach Ansicht der Behörde einstweilen gedeckt“, sagt Peter Öhm von der Innsbrucker Polizeidirektion: „Daher haben wir auch einen weiteren Antrag für eine Bordellbewilligung abgelehnt.“
Eines der beiden künftigen Bordelle in der Rossau soll als Saunaklub geführt werden. Und zwar in unmittelbarer Nachbarschaft des Kreisverkehrs, der zum Einkaufszentrum DEZ führt.
Saunaklub bedeutet, dass das Angebot des Lokals nicht nur Prostitution, sondern auch einen großzügigen Wellness-Bereich umfasst.
Ein Konzept, das neu in Innsbruck ist, sich in Wien und anderen Städten aber längst bewährt hat.
Kunden und Prostituierte lernen sich nicht im sonst üblichen Bar- bzw Lokalbereich, sondern in der Sauna kennen – die (Nicht-)Bekleidungsordnung sieht für beide Seiten lediglich Handtücher, Bademäntel und Schlapfen vor.
Auch das zweite Projekt in der Rossau ist weit gediehen. Auch wenn noch keine Bagger aufgefahren sind, ist der Betreiber optimistisch, „im Spätsommer, spätestens aber im Herbst“ die Pforten seines Bordells zu öffnen.
Seit etwa einem Jahrzehnt ist in Tirol ein regelrechter Bordellboom zu verzeichnen. Zuvor gab‘s im heiligen Land nur in Innsbruck die legale Möglichkeit, die Dienste einer Prostituierten in Anspruch zu nehmen. Und das auch nur in einem einzigen Bordell.
Seither haben Freudenhäuser in Kufstein, Wörgl, Schwaz, Telfs und Imst eröffnet. Und auch in der Landeshauptstadt sind mittlerweile zwei einschlägige Etablissements dazugekommen.
Die goldenen Zeiten scheinen allerdings vorbei zu sein: Wie ein Insider versichert, wirkt sich die zunehmende Konkurrenz bereits auf die Kundenfrequenz aus.
Einige Bordellbesitzer sollen ihre teils hohen Preise schon gesenkt haben. (tom)



