Mandatare vom „Bettenabbau“ überrascht
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Zams – Der acht Gemeinden zählende Planungsverband für die Region Landeck benötigt bis 2022 nur noch 27 Pflegebetten zusätzlich. Mit dieser Feststellung hatte Soziallandesrat Gerhard Reheis kürzlich beim TT-Forum in Schönwies für eine Riesenüberraschung gesorgt. Dabei hatte der Heimverband Zams-Schönwies jahrelang einen Erweiterungsbau für insgesamt 84 Betten geplant.
Die unerwartete Bettenreduktion hatte eine Debatte im Zammer Gemeinderat ausgelöst. Einige Mandatare zweifelten, ob die jüngste Bedarfserhebung des Landes korrekt ist. GR Georg Steinwender fragte, ob im Landhaus „Bettenwürfeln“ eingeführt wird oder ob man „einen Stress mit den Förderungen“ habe. Die Kehrtwende der Sozialabteilung um 100 Prozent sei nicht nachvollziehbar. „Ich gehe davon aus, dass man im Land weiß, wovon man redet“, bemerkte der ebenfalls überraschte BM Siggi Geiger. Man müsse jedenfalls völlig neue Voraussetzungen zur Kenntnis nehmen. Dennoch habe der Ausbau des Seniorenzentrums hohe Priorität. „Sinnvolles Wirtschaften muss in dem Haus künftig möglich sein. Aber auch Angebote wie Tages- und Kurzzeitpflege sollen integriert werden“, betonte der Bürgermeister.
Verwundert zeigte sich NR Mathias Venier in einer Aussendung gestern Dienstag: „Prognosen bis 2022 besagen, dass der Anteil der älteren Bevölkerung drastisch steigen wird. Auch Krankheiten wie Demenz nehmen zu. Dass die Region nur 27 Pflegebetten zusätzlich braucht, erscheint mehr als merkwürdig.“ Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen dürfe man sich nicht verlassen, dass die älteren Menschen im Familienkreis betreut werden könnten, erklärte Venier. (hwe)



