Emotionale Gewitter ziehen langsam ab
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Die politisch-kulturellen Nebel, die über der Gemeinde Mils schwebten, scheinen sich langsam zu lüften.Foto: Ploder
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Von Thomas Ploder
Mils – Die jüngste Gemeinderatssitzung in Mils b. Imst zeigte vor allem bei GV Bernhard Schöpf starke emotionale Nachwehen. Die Frage der Saalmiete rund um das zurückliegende Konzert – die Tiroler Tageszeitung berichtete – ist zwar inzwischen geklärt. Schöpf sah sich allerdings während der Sitzung auch massiven Angriffen im Zusammenhang mit seinem Beruf als Baumeister ausgesetzt. „Es darf nicht so weit gehen, dass meine Arbeit im Gemeinderat negative Auswirkungen auf mein Unternehmen hervorruft“, verteidigt sich Schöpf.
Emotional derart „aufgeladen“ wandte er sich nach der Sitzung per SMS an Philipp Huber, den Obmann des Kulturvereins in Mils und forderte ihn auf, die seiner Ansicht nach einseitig akzentuierten Plakate – wie jenes am Eingang des Gemeindehauses – mit Bezug auf die Saalmietendiskussion zu entfernen. Die Nachricht beinhaltete allerdings auch eine Klagsdrohung, die bei anderen Mitgliedern des Kulturvereins massive Ablehnung hervorrief. „Meine Klagsdrohung bezog sich allerdings auf eine rein private Angelegenheit“, erklärt Schöpf, „und hat weder mit dem Kulturverein, noch mit der Frage der Saalmiete für das Konzert zu tun, was auch Philipp Huber immer so gesehen hat.“
Der Arbeit des Kulturvereins steht Schöpf grundsätzlich positiv gegenüber. „Mich freuen die Aktivitäten und ich bin auch dafür, anlassbezogen bei Veranstaltungen des Kulturvereins auf die Saalmiete zu verzichten“, so Schöpf, „allerdings sollte sich der Verein grundsätzlich nicht in politische Angelegenheiten einmischen.“
Generell fordert GV Schöpf die schnelle Umsetzung der in der letzten Sitzung beschlossenen Neuregelung der Saalordnung, insbesondere eine klare Vorgabe zu den Saalmieten, um zukünftige Diskussionen zu vermeiden.
Die Plakate des Kulturvereins wurden inzwischen entfernt, „weil das Ziel erreicht wurde, nicht wegen Schöpfs Intervention“, sagt Huber.



