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Landtagswahl 2013

Platter droht Vorwärts-Tirol-Unterstützern mit VP-Rauswurf

Heftig reagierte die Spitze der Tiroler Volkspartei, Geschäftsführer Martin Malaun und Landeshauptmann Günther Platter auf die angekündigte neue Liste.

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Innsbruck – „Wer sich bei einer anderen Liste einbringt, ist nicht mehr Mitglied der Tiroler Volkspartei. Das gilt selbstverständlich auch für Christine Oppitz-Plörer und Anna Hosp.“

Mit diesen Worten reagierte LH Platter auf die Gründung der neuen Liste Vorwärts Tirol durch den ehemaligen Landesrat Hans Lindenberger (ausgetretenes SPÖ-Mitglied), die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und die ehemalige VP-Spitzenpolitikerin Anna Hosp.

„Die Tirolerinnen und Tiroler wollen nicht an der Nase herumgeführt werden. Sie wollen wissen, woran sie sind“, vermutet Plattert und kündigt an: „ Wir schaffen hier unmissverständlich Klarheit. Wir stehen für Verlässlichkeit und Berechenbarkeit, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“

„Alle gegen die Volkspartei“

Landesgeschäftsführer Martin Malaun sieht einen heranziehenden Kampf „alle gegen die Tiroler Volkspartei“ anbrechen. „Es gibt nur eine Tiroler Volkspartei. Und es gibt bis zu einem Dutzend weitere Parteien, die bei der kommenden Landtagswahl gegen uns in den Ring steigen. Diese Listen haben nur ein Ziel: Alle gegen die Tiroler Volkspartei.“

Malaun sprach von der aktuell regierenden Innsbrucker Bürgermeisterin, dem ehemaligen Verkehrslandesrat einer VP-geführten Landesregierung und der ehemaligen VP-Landesrätin Hosp von „durchwegs gescheiterten Altpolitikern von anno dazumal“. Er unterstellt den Leuten auf der Liste ein gemeinsames Motiv: „Sie wollen sich für vermeintliche oder tatsächliche Enttäuschungen rächen.“

Neue Partei, alter Hickhack?

„Das bürgerliche Lager versucht wieder einmal, durch Parteihickhack im Wählerteich zu fischen und kaschiert dieses alte Muster durch die ausgehöhlten Schlagworte ,neuer Stil in der Politik“‘, hieß es in einer Reaktion derTiroler Grünen. Das würden die Tiroler schon von vergangenen Wahlen „zur Genüge“ kennen.

„Wir Grüne werden bei dieser Schlammschlacht sicherlich nicht mitmachen. Wir wissen, dass den Tirolern unsere Lebensgrundlagen und der Schutz unserer schönen Natur die zentralen Anliegen sind“, erklärte Grünen Spitzenkandidatin Ingrid Felipe. (tt.com)

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