19.01.2013
Osttirol

Liste Fritz sieht Ainet als Fall für Staatsanwalt

Der Aineter Bürgermeister Karl Poppeller verteidigt seine Entscheidung, nicht zum Höchstgericht zu gehen. Der Dorffriede sei wichtiger.Foto: Oblasser
Foto: Robert Parigger

Ainet – Harte Geschütze fährt die Liste Fritz gegen den Bürgermeister von Ainet, Karl Poppeller, auf. Denn nach einem erstinstanzlichen Urteil 2011, das zugunsten der Agrargemeinschaft Ainet ausfiel, erhob der Bürgermeister dagegen keinen Einspruch beim Höchstgericht. Somit hat die Gemeinde keine Chance mehr, dass das Urteil eventuell zum Vorteil der Gemeinde revidiert werden kann. Poppeller begründet sein Handeln unter anderem mit dem Erhalt des Dorffriedens. Für Fritz Dinkhauser (Liste Fritz) ist das „ungeheuerlich. Die fadenscheinigen Bürgermeister-Ausreden können den Verdacht der Untreue nicht wegwischen“, so Dinkhauser in einer Aussendung. Poppeller habe zum Schaden der Gemeindebürger gehandelt und nicht einmal den Gemeinderat von seinem Verzicht auf Rechtsmittel informiert. Für Dinkhauser ist das „Agrarunrecht Ainet“ ein Fall für den Staatsanwalt. Gefordert sei in dieser Sache auch LH Platter, meint die Liste Fritz. (TT)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Sa, 19.01.2013
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