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Landtagswahl

Nach Kompromiss: Liste Stronach stellte sich vor

Mayr und Co. wollen in den Landtag, Werte wie Fairness, Transparenz und Wahrheit stehen im Mittelpunkt.

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Von Anita Heubacher

Innsbruck – Seite an Seite präsentierten Hans-Peter Mayr und Walter Jenewein gestern in Innsbruck, womit das Team Stronach für Tirol bei den Landtagswahlen am 28. April punkten will. Naturgemäß stehen Franks Werte Fairness, Transparenz und Wahrheit im Mittelpunkt.

Wochenlang wurde in Tirol darüber gestritten, wer diese Werte wohl am besten vertritt. Hans-Peter Mayr reichte seine Liste ein, Walter Jenewein tat es ihm gleich. Die Bundesleitung der Partei sorgte für die dritte Liste.

Letztere hat sich bereits gestern verabschiedet. Nun soll Jenewein, wie berichtet, die Obmann-Funktion übernehmen. In den Landtag einziehen würden aber Hans-Peter Mayr und Joe Pellinger. Letzterer ist der Zweitplatzierte auf Mayrs Liste. Fünf Prozent müsste das Team Stronach für Tirol schaffen, um im Landesparlament Platz zu nehmen. In den aktuellsten Umfragen liegt die Partei des Austro-Kanadiers bei sechs Prozent.

Frank Stronach hat den Tiroler Mitkämpfern aufgetragen, einen 40-köpfigen Bürgerrat aus Vertretern von allen drei Listen zu schaffen. Dieser Rat entscheidet mit Zweidrittelmehrheit.

Bei einigen Themen schien man sich gestern bereits zu zweit mit der Einheit schwer zu tun. So mühte sich der Obmann in spe ab, in der Agrarfrage Stellung zu beziehen. Jenewein kommt aus Mieders, seine Brüder sind Agrar-Hardliner, der eine als Anwalt, der andere als Agrar-Obmann. Mayr will dem Thema nicht so viel Raum geben. Ohne Rückübertragungsgesetz wollen die anderen Parteien keine Koalition mit der ÖVP eingehen. Ob das auch für das Team Stronach eine Koalitionsfrage sei? „Das kann man nicht mit ja oder nein beantworten“, meinte Jenewein.

Leichter tut man sich da bei der Wasserkraft. Diese soll ausgebaut werden. Sparen würden die Stronachs bei der Verwaltung. Jenewein forderte, die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren.

In Sachen Bildung setzt das Team Stronach auf den Ausbau der Nachmittagsbetreuung. Kontrollieren könne man am besten durch eine Regierungsbeteiligung, meinte Mayr.

Mit welchem Koalitionspartner man dieses Ziel erreichen will, wollte Mayr gestern nicht festlegen. „Wir wollen den Wähler entscheiden lassen und den Einzug in den Landtag schaffen.“

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