Projekt der Liftehe nicht begraben
Von Miriam Sulaiman
Innsbruck – Nach der Diskussion im Innsbrucker Gemeinderat über die Liftehe Schlick-Lizum und der Stellungnahme von LH Günther Platter zum geplanten Skigebietszusammenschluss ist das Thema für Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer keineswegs beendet.
Im Gegenteil, sie sieht die Äußerungen von Platter „sehr positiv“. Weil er von einem wünschenswerten Zusammenschluss spricht, der derzeit schwer umsetzbar sei, kontert sie ihm mit dem Dreiphasenplan. Es gebe keinen Zeitverlust, wenn erst der Zusammenschluss Mutters-Lizum erfolge. Zugleich fordert sie die Gleichbehandlung aller Skigebiete ein, was die Förderung durch das Land betrifft. Platter hat bekanntlich dafür bereits eine Absage erteilt.
FP-Chef Gerald Hauser sieht dies ebenso nicht ein: „Andere Skigebiete haben massiv öffentliche Mittel erhalten. Da kann es nicht sein, dass das Land dazu sagt, dass es hier keinen Cent gibt.“ Zudem müsste für ihn erstmal die Diskussion weitergeführt werden, bevor endgültige Absagen gegeben werden. Dabei verweist er auch auf die Tourismuseinstufung laut der Österreichischen Hoteliervereinigung. Danach würden etwa das Zillertal oder Kitzbühel als Topgebiete angeführt, die betroffene Region sei aber nur unter gut eingereiht. „Damit ist noch Potenzial vorhanden, welches finanziell unterstützt gehört. Die Politik ist in der Verantwortung“, meint Hauser.
So führt zwar LA Richard Heis auch aus, dass diverse andere Varianten für den Zusammenschluss noch geprüft werden müssten, Hauser stellt aber klar: „Die Grenzen des Schutzgebiets könnten verschoben werden. Die Politik hat zu agieren.“ Mit den Stützen im Schutzgebiet mache man die Region zugänglich, sie werde damit keineswegs zerstört.
Die FPÖ setzt zudem auf die Behandlung ihres Antrags, der im kommenden Landtag vorliegt. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, sich für den raschen Zusammenschluss der beiden Skigebiete Axamer Lizum und Schlick 2000 einzusetzen und die dafür notwendigen Änderungen zu veranlassen. In einem Postwurf will die FP die Tiroler davon informieren.



