23.05.2011
Kitzbühel

Stadt macht Lösung beim Marienheim schmackhaft

Die Stadt Kitzbühel lädt die Bevölkerung zu einem Infoabend ein. Neben der BH-Erweiterung sind auch der Verkehr und das Parken Thema.

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Die Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft in Kitzbühel wurde mehrere Monate in der Gamsstadt zum Teil sehr emotional diskutiert. Nach einem großen Bürgerprotest und Verhandlungen mit dem Land Tirol konnte die Stadt aber einen Kompromiss erzielen. Die BH wird nicht mehr in den Schulpark, sondern in das benachbarte Marienheim erweitert, die Tiroler Tageszeitung berichtete. Diese Lösung soll nun auch den Kitzbühelern präsentiert werden. Am Mittwoch, den 1. Juni, wird die Stadt Kitzbühel um 18 Uhr eine Infoveranstaltung im Sportpark durchführen. „Wir wollen den Bürgern dabei diese Marienheim-Lösung präsentieren und auch Details erklären“, schildert Bürgermeister Klaus Winkler. Mit dabei sein werden auch Ortsplaner Friedrich Rauch und Bernhard Seelig.

Von Seiten des Landes wird niemand anwesend sein. Dort ist man mit dem Kompromiss jedoch sehr zufrieden. „Es gab viele und lange Verhandlungen, aber ich denke, mit der jetzt erzielten Lösung können wir alle gut leben“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner.

Weniger zufrieden ist nach wie vor Gemeinderat Thomas Nothegger, er sieht in dem Kompromiss einen „schlechten Deal“. Dieser würde die Stadt zu viel Geld kosten. Die Einigung zwischen Land und Stadt sieht nämlich vor, dass die Stadt dem Land Tirol das Marienheim kostenfrei überlässt und zusätzlich noch einen Teil der alten Bezirkshauptmannschaft um zwei Millionen Euro abkauft. Weiters muss die Stadtgemeinde die Kosten für die Übersiedlung der noch im Marienheim untergebrachten Musikschule übernehmen. Diese soll im Bereich der Hauptschule unterkommen, hier sind die geschätzten Kosten bei etwa fünf Millionen Euro, und die zwei Kindergartengruppen sollen in den Süden der Stadt übersiedeln.

Um die Kosten zu decken, möchte Bürgermeister Klaus Winkler Gründstücke etwas außerhalb der Stadt verkaufen. „Aber nicht nur die Erweiterung der BH wird bei der Infoveranstaltung ein Thema sein, sondern auch der Verkehr und das Parken“, erklärt Bürgermeister Winkler. Wie schon angekündigt, will er bei diesen beiden Themen die Bevölkerung verstärkt einbinden. Hier kann sich der Stadtchef sogar einen Bürgerrat vorstellen. Im Rahmen der Diskussion um die BH Erweiterung waren beide Punkte stets mitdiskutiert worden. Vor allem in der Saison kämpft Kitzbühel mit einem Verkehrsproblem.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Mo, 23.05.2011
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