14.05.2012, 14:09  Aktualisiert: 15.05.2012, 09:25 
Ski Alpin

Hirscher nach Autounfall: „Hatte eine Million Schutzengel!“

Der Salzburger machte ein Ausweichmanöver, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden.
Auf dem Weg nach Schladming mit seinem Audi R8 verunfallt: Hirscher.
Foto: gepa
   

Wien – Mit einem Schock, leichten Prellungen, aber ohne gröbere Verletzungen hat am Montag eine Autofahrt zu einem geplanten Medientermin in Schladming für Marcel Hirscher in Abtenau geendet. Am Audi R8 des alpinen Ski-Gesamtweltcupsiegers entstand bei dem Unfall infolge eines Ausweichmanövers Totalschaden. Der 23-jährige Hirscher wurde zu Untersuchungen in die Unfallchirurgie der Salzburger Landeskliniken (SALK) gebracht, wo Prellungen festgestellt wurden.

Hirscher konnte nach einer eingehenden Untersuchung an der Unfallchirurgie in Salzburg das Krankenhaus bereits wieder verlassen. „Ich bin froh, dass ich so reagiert und keinen Frontalunfall riskiert habe. Ich habe so zwar einen Baum erwischt, aber für mich war das die klügere Entscheidung. Gott sei Dank ist nichts passiert. Es tut überall ein bisschen weh, aber es ist, abgesehen von ein paar Prellungen und Kopfweh, nichts Grobes. Unter diesen Umständen also fast gar nichts. Ich bin froh, dass keinem etwas passiert ist und gehe davon aus, dass ich bald wieder in das Training einsteigen kann.“

Auch auf seiner Facebook-Seite gab der Salzburger Entwarnung: „Puh ... 1 Million Schutzengel ... mir geht‘s gut, macht‘s euch keine Sorgen“, teilte Hirscher mit.

Laut Polizei war Hirscher um 12.20 Uhr mit seinem Wagen im Salzburger Tennengau auf der B162 von Abtenau Richtung Annaberg unterwegs, als er aufgrund eines entgegenkommenden Fahrzeugs ausweichen musste. Dabei kam das Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum, wie Polizei-Sprecher Anton Schentz mitteilte. Laut Information des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) konnte Hirscher „mit einem Ausweichmanöver in letzter Sekunde gerade noch einen Frontalzusammenstoß vermeiden“.

„Er hat Prellungen im Bereich der Halswirbelsäule, am Kopf und an der Hand erlitten“, sagte Oberarzt Andreas Hartmann, der Hirscher untersucht hatte. Den Verletzungsgrad bezeichnete der Mediziner als leicht. Der Sportler müsse sich in den nächsten Tagen schonen, ansonsten seien aber vorerst keine weiteren Behandlungen nötig, meinte Hartmann.

Am Dienstag wird Hirscher noch einmal telefonisch Kontakt mit dem Krankenhaus aufnehmen. Sind bis dahin keine zusätzlichen Beschwerden aufgetreten, sei die Sache aus medizinischer Sicht erledigt, erklärte der Oberarzt. (APA/tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 14.05.2012  14:09
aktualisiert: Di, 15.05.2012  09:25
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