Der geflachste Fernsehkoch
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Alexander Fankhauser mit Markus Rogan und ÖOC-Boss Karl Stoss.
Foto: tirol werbung spieß
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Das hatte sich Alexander Fankhauser anders vorgestellt. Zwei Tage vor der Eröffnung des Österreich-Hauses in London wollte sich der Fernsehkoch noch einmal selbst verwöhnen lassen. Und um auf Nummer sicher zu gehen, wählte der Zillertaler dafür ein namhaftes Hotel, um nur ja keinen kulinarischen Super-GAU zu erleben. Zu viel hatte man schließlich in den vergangenen Tagen gehört: etwa, dass die ortsüblichen Fish and Chips geschmacklich dieser Verheißung nicht nachkommen würden. Dass längst verblichene Wasserbewohner erst über Umwege den Weg in eine Fritteuse gefunden hätten. Dass Kühlketten diesen Namen nicht verdient hätten.
Alexander Fankhauser entging dem, indem er einen Burger und daneben ein Pint (Bier) bestellte. Ein Jahr hatte der 38-Jährige in seiner Ausbildungszeit in einem Londoner Fünf-Stern-Hotel gearbeitet, sich die Feinheiten der englischen Küche angeeignet. Jene Küche, von der sich Fankhauser bei seiner Rückkehr nach England in Form eines Burgers überzeugen wollte. Jene Küche, die unter Wert geschlagen sei.
Der Burger kam und der Gaumenfreude des Zillertalers stand nichts mehr im Weg. Ein kräftiger Schluck Bier, dann ein Griff zum Messer, um den Burger mundgerecht zu zerteilen. Ein langer Schnitt und der fachgerechte Blick ins Innere des Fleischlaibchens. Und just dabei stieg in ihm die Erkenntnis auf, dass weniger Expertenwissen durchaus von Vorteil sein kann. Das, was er als „Flachse“ bezeichnet, zog sich penetrant durch das Innere. Der Magen knurrte, aber am Ende setzte sich die Überzeugung durch. Alex Fankhauser zahlte und ging.

