Wenn‘s Nacht wird in London
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Schauplatz Buckingham Palace: Für Beachvolleyball begeistern sich bei den Sommerspielen in London die Massen.
Foto: GEPA pictures/ Wolfgang Grebien
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Beachvolleyball kennen Engländer in erster Linie aus dem Fernsehen. Live hat den Sport noch kaum einer gesehen, schon gar nicht vor dem Buckingham Palace, wo bis auf die berühmte Wachablöse für gewöhnlich nichts stattfindet als ein Taubenauflauf. Eine mit 15.000 Besuchern gefüllte Stahlrohrkons-truktion hebt während der Olympischen Spiele die royale Welt aus den Angeln. Und noch wissen sie nicht genau, wie sie bei den Nachtspielen reagieren sollen, diese Briten:
Es gibt die Banker – eben aus dem Büro kommend und im Anzug erheben sie sich aus den Sitzen. Erst zaghaft, mit zunehmendem Biergenuss immer ausgelassener und am Ende mit einer Cheerleaderin tanzend.
Es gibt die Familien – Vater und Mutter schüchtern ins Oval blickend, die Kinder angesichts der Ausweitung des Zapfenstreichs aus dem Häuschen.
Dann gibt es die Partytiger, die sich schon im Aufgang der Tribüne zur Polonaise formieren. Ihre größte Sorge: dass die Ballwechsel zu lang sind und die Musik ausbleibt; dass der Biernachschub abreißt; dass die Schlange vor der Toilette zu lang ist; und dass sie anderntags jemand fragt, wie denn die Spiele ausgegangen sind.
aktualisiert: Mi, 01.08.2012 09:23

