Ausgeraubt: Diskus-Olympiasieger musste in der S-Bahn schlafen
Der deutsche Diskuswerfer Robert Harting wurde wenige Stunden nach seinem Olympiasieg in London bestohlen. „Puuh, ich bin gerade ausgeraubt worden, während ich mit Leichtathletik-Fans beschäftigt war“, twitterte der 27-jährige Berliner. Da er keine Akkreditierung mehr habe, habe er in der Nacht nach dem Feiern auch keinen Eintritt ins Olympische Dorf gehabt und daher „nur eine Stunde in der S-Bahn auf dem Stuhl geschlafen“.
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Roberts Hartings Diskuswurf zum ersten Olympia-Gold für deutsche Leichtathleten seit zwölf Jahren sorgte für die bisher beste TV-Quote im deutschen Fernsehen. In der Spitze sahen bis zu 10,3 Millionen Fernsehzuschauer am Dienstagabend die entscheidende Phase des Diskus-Wettbewerbs. Das teilte der übertragende Sender ZDF mit. Der Marktanteil der allgemeinen Olympia-Übertragung am Dienstagabend habe demnach im Schnitt 32,7 Prozent betragen. Durchschnittlich kommen die ZDF-Olympia-Sendungen bisher auf 3,57 Millionen Zuschauer. Dies entspricht einem Marktanteil von 24,6 Prozent.
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Die sieben verschwundenen Athleten aus Kamerun haben ein bis November gültiges Visum. Daher könne man ihnen nichts anhaben und werde sie auch nicht suchen, verlautete das Londoner Organisationskomitee. Alle Informationen von der kamerunischen Delegation habe man aber an Scotland Yard weitergegeben. Seit dem Wochenende sind fünf Boxer, ein Schwimmer und eine Fußballerin abgängig. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Athleten aus Kamerun während eines internationalen Sport-Ereignisses abgesetzt haben.
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Sarah Attar ist seit Mittwoch die erste Leichtathletin, die Saudi-Arabien bei Olympischen Spielen vertreten hat. Die 19-Jährige nahm in einem langärmligen grünen Oberteil, schwarzen langen Hosen und weißem Kopftuch am Vorlauf über 800 Meter teil. Sie wurde in ihrem Lauf zwar mit Abstand Letzte, bekam aber großen Beifall vom Publikum. „Es ist die größte Ehre, hier die Frauen von Saudi Arabien zu vertreten. Es ist ein großer Schritt nach vorne und ein historischer Moment“, sagte Attar, die in den USA studiert und auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt.
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Der Russe Iwan Uchow sprang mit einem geborgten Shirt zu Gold im Hochsprung. Sein Dress war ihm während des Wettkampfs gestohlen worden, weshalb er sich von einem Teamkollegen das Trikot ausborgen hatte müssen. „Ich hab es wie immer nach jedem Versuch in meine Tasche gegeben, jemand muss es daraus gestohlen haben. Uchow ließ sich davon nicht irritieren und sprang bei Regen mit 2,38 Meter zum Sieg.
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Die britischen Athleten wollen ihren Jahrhundert-Erfolg mit einer Jubeltour durch London feiern. Am Tag nach der Abschlusszeremonie der Paralympischen Spiele, dem 10. September, wird man mit einem Bus mit offenem Dach durch die Stadt fahren. Mit dabei sollen sowohl olympische als auch paralympische Athleten sein. Derzeit werden die Strecke und weitere Details ausgearbeitet. Das britische Team hat bisher 22 Goldmedaillen und insgesamt 47 Medaillen gewonnen und ist damit so erfolgreich wie seit 1908 nicht mehr.
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Bei den Olympischen Spielen im eigenen Land hat China vor vier Jahren der Welt gezeigt, wohin die Reise geht. Nicht nur ökonomisch, sondern auch sportlich präsentierte sich das Reich der Mitte als Großmacht. Auch wenn es in London vielleicht nicht wieder für 51 Goldmedaillen reicht, scheint es erneut eine Demonstration der Stärke zu werden. 2010 brachte es China bei den Asienspielen auf überwältigende Erfolgsbilanz von 199 Gold-Medaillen - weit vor Südkorea (76 Mal Gold) und Japan (48).
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Der verunglückte „Wetten, dass...?“-Kandidat Samuel Koch hat sich das Finale im Geräteturnen angesehen. „Ich bin jetzt leider ein bisschen dazu gezwungen, zuzuschauen, und nicht mehr selber aktiv zu sein“, sagte Koch, einst Hobby-Kunstturner. Das aber mache ihm so viel Spaß, dass er beschlossen habe, zu Olympia zu fahren. Die Stimmung bei den Wettbewerben sei toll gewesen. Sein eigener Gesundheitszustand verbessere sich zwar, es gehe aber „viel zu langsam“. Es gebe einige Bereiche, in denen er wieder mehr von seinem Körper spüre. Koch hatte im Dezember 2010 vor den Augen eines Millionenpublikums einen schweren Unfall gehabt. Seitdem ist er an Armen und Beinen gelähmt.
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Im 800-m-Finale der Männer stellt sich nicht die Frage, wer gewinnt, sondern mit welcher Zeit der Sieger ins Ziel läuft. Weltmeister David Rudisha läuft in einer eigenen Liga. Wer Geld auf einen Sieg von Rudisha setzt, wird mit Garantie nicht reich. Der erst 23-jährige Kenianer ist in London einer der sichersten Tipps für den Gewinn einer Goldmedaille. Er dominiert die Konkurrenz seit 2010 praktisch nach Belieben und hat in diesem Zeitraum nur eine Niederlage über die beiden Bahnrunden hinnehmen müssen. Zusätzliche Motivation gibt ihm sein Vater Daniel. Dieser holte 1968 in Mexiko-City mit der 4x400-m-Staffel Olympia-Silber. „Ich will die Goldmedaille gewinnen und dann zu ihm sagen: ‚Ich bin besser als du‘.“
aktualisiert: Mi, 08.08.2012 16:06

