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Russische Regierung fordert Haft nach Böllerattacke auf Torwart

„Für solche Sachen muss man im Gefängnis sitzen“, sagte Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew.

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Moskau - Nach der Verletzung des russischen Nationaltorwarts Anton Schunin von Dynamo Moskau durch eine Böllerattacke hat Regierungschef Dmitri Medwedew Haftstrafen für die Täter gefordert. Das „Verbrechen“ dürfe nicht ungesühnt bleiben, sagte der studierte Jurist am Montag der Agentur Interfax zufolge. „Für solche Sachen muss man im Gefängnis sitzen“, meinte Medwedew. Zudem müssten die Gesetze verschärft werden, um solche Angriffe künftig zu verhindern. Auf der Suche nach den Tätern werten die Behörden auch Bilder von Überwachungskameras aus.

Anhänger von Zenit St. Petersburg hatten Schunin im Auswärtsspiel bei Dynamo am Samstag mit Knallkörpern beworfen. Der 25-Jährige erlitt Verbrennungen an Bindehaut, Hornhaut und Augenlidern und fällt für mindestens zehn Tage aus. Der Schiedsrichter brach die Partie in der 37. Minute ab.

Auch Stadionbetreiber sowie der Sport und die Fans müssten in die Pflicht genommen werden, sagte Medwedew. Der Ex-Regierungschef und frühere Dynamo-Präsident Sergej Stepaschin forderte, rasch einen Gesetzentwurf umzusetzen, der unter anderem personalisierte Eintrittskarten sowie scharfe Strafen für Krawallmacher vorsieht. (dpa)

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