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Formel 1

Acht Millionen Euro sind zu wenig: Kobayashi gibt Cockpit-Kampf auf

Der Japaner sah trotz zahlreicher Spenden keine Chance mehr, einen Startplatz in der Formel-1-WM 2013 zu ergattern.

Tokio - Der Japaner Kamui Kobayashi hat seinen ungewöhnlichen Spendenaufruf beendet und die Suche nach einem neuen Rennstall für die kommende Saison aufgegeben. „Leider war die Zeit zu kurz. Es ist mir nicht möglich, für 2013 einen neuen Rennstall in der Formel 1 zu finden“, schrieb der erfolgreichste Fahrer seines Landes in einem offenen Brief.

Nach seiner Ausbootung bei Sauber hatte der 26-Jährige im Internet Fans und Unternehmen um finanzielle Unterstützung gebeten, weil er sich so eine bessere Ausgangslage verschaffen wollte. Immerhin acht Millionen Euro an Spendengeldern konnte er mit dieser Aktion sammeln: „Ich möchte diese Spenden einfrieren und das Geld für die übernächste Saison 2014 sparen“, schrieb Kobayashi.

Kobayashi hatte in der abgelaufenen Saison 60 WM-Punkte für Sauber-Ferrari geholt. Er betrachtete vor allem seine fehlenden finanziellen Möglichkeiten als Hauptgrund, dass das von einigen mexikanischen Sponsoren unterstützte Sauber-Team ihn nach der abgelaufenen Saison gegen Esteban Gutierrez ausgetauscht hatte.

Das Marussia-Team gab unterdessen am Dienstag die Beförderung des Briten Max Chilton zum Stammpiloten bekannt. Der 21-Jährige war bislang Reservefahrer des Rennstalls und wird in der kommenden Saison den zum Rivalen Caterham gewechselten Franzosen Charles Pic ersetzen. (APA)