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Montezemolo: „Wenn Alonso zurücktritt, dann will ich Vettel“

Der Italiener sieht im dreifachen Formel-1-Weltmeister einen „potenziellen Ferrari-Fahrer“.

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Wien - Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat wieder einmal die Fühler nach dem dreifachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ausgestreckt. Im Gespräch mit der Online-Ausgabe der Zeitschrift „auto motor und sport“ erklärte Montezemolo, dass er den deutschen Red-Bull-Star gerne verpflichten würde. „Vettel ist für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer. Wenn Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, dann will ich Vettel“, betonte der Präsident der Scuderia.

Den Spanier Fernando Alonso und den dreifachen Weltmeister Vettel gemeinsam bei Ferrari kann er sich aber nicht vorstellen. „Alonso und Vettel, das wird schwierig“, meinte Montezemolo, denn zwei Top-Fahren könne Ferrari keine Top-Bedingungen bieten. „Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten.“ Ein Teamkollege Vettel wäre für Alonso eine Provokation. Es würde vermutlich genauso schief gehen wie die Paarung Alonso und Lewis Hamilton einst bei McLaren, so Montezemolo.

Für Vettel war der Ferrari-Boss voll des Lobes: „Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswillen. Michael Schumacher hat mich schon vor vier Jahren auf ihn aufmerksam gemacht, weil er Vettel aus der Kartzeit kennt. Ich muss sagen, Michael hatte Recht.“

Gleichzeitig hob Montezemolo aber auch die Stärken von Alonso hervor. „Ich bin unheimlich glücklich mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt“, gab der 65-jährige Ferrari-Chef zu Protokoll und verglich den Vize-Weltmeister mit Legenden wie Niki Lauda und Michael Schumacher. „Fernando hat von beiden etwas. Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Er weiß genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. Und er ist unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren. Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein. Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er das ganze Rennen absolut voll.“ (APA)

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