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Kroatien warf Titelverteidiger Frankreich aus WM-Turnier

Die Semifinali bei der Männer-Handball-WM am Freitag in Barcelona bestreiten Spanien gegen Slowenien und Dänemark gegen Kroatien.

Barcelona/Saragossa - Die Kroaten warfen am Mittwoch in Saragossa Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich mit einem 30:23-Sieg im Viertelfinale aus dem Bewerb. Spanien gewann in Saragossa gegen Deutschland 28:24, in Barcelona siegten Dänemark gegen Ungarn 28:26 und Slowenien gegen Russland 28:27.

Der WM-Dritte Kroatien stoppte die erfolgsverwöhnten Franzosen mit einer äußerst starken Leistung. Frankreich hatte die EM-Titel 2006 und 2010 (Wien), WM-Gold 2009 und 2011 sowie Olympia-Gold 2008 und 2012 geholt, nun verpasste es erstmals seit 1999 ein WM-Semifinale. Die Franzosen waren 2:0 vorangelegen, ab dem 2:3 (5.) schafften sie aber nie mehr den Ausgleich. Nach dem 22:20 setzten sich die Kroaten kontinuierlich ab.

Die Spanier entschieden das Duell der Weltmeister von 2005 bzw. 2007 für sich. Das Spiel war in der ersten Hälfte von starken Abwehrreihen geprägt. Die Gastgeber taten sich gegen die deutsche Deckung schwer und lagen zur Pause 12:14 zurück. Angetrieben von den meisten der 10.800 Zuschauer schafften die Spanier aber rasch den Umschwung. Ab dem Stand von 21:21 führten sie mit fünf Toren in Folge die Entscheidung herbei.

Ex-Vize-Europameister Slowenien steht erstmals in einem WM-Semifinale. Die bei diesen Titelkämpfen noch ungeschlagenen Slowenen ließen sich auch von einer 10:5-Führung der Russen nicht beeindrucken und hatten Mitte der zweiten Hälfte bei 23:18 den Sieg scheinbar schon sicher in der Tasche. Russland kam jedoch noch auf einen Treffer heran, der Ausgleich gelang dem dreifachen Ex-Weltmeister aber nicht mehr.

Dänemark dominierte gegen Ungarn bis zur Pause nach Belieben und lag zwischenzeitlich mit bis zu acht Toren in Front. Doch der Olympia-Vierte Ungarn gaben sich gegen den Europameister nicht geschlagen und kamen ähnlich wie die Russen gegen die Slowenen kurz vor Schluss auf ein Tor heran. Der letzte Treffer ging aber auf das Konto der Dänen, womit die Partie gelaufen war. (APA/Si)