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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 26.01.2013

In Dornbirn liegt die nächste Chance

Innsbruck – Gut begonnen, lange im Spiel geblieben, am Ende bitter bestraft – so las sich die Chronologie der Innsbrucker Haie bei der 1:4-Heimniederlage gegen Fehervar im zweiten Match der Qualifikationsrunde der Erste Bank Eishockeyliga.

17:9 Schüsse lautete die Statistik zugunsten der überlegenen Haie im ersten Drittel, die Scheibe sprang nur wieder einmal nicht rein. Und mit jeder ausgelassenen Möglichkeit bauten sich Blockaden auf und schlichen sich kleine Fehler wie bei den beiden Kontertoren zum 0:1 und 1:2 ein.

„Wir waren 40-45 Minuten genauso gut wie der Gegner, haben leider aus zwei Fehlern zwei Tore kassiert“, sprach Coach Danny Naud den unglücklichen Spielverlauf an, um seiner Truppe gleichzeitig auch lobend übers Haupt zu fahren: „Wir haben in den Begegnungen gegen Znojmo (3:2-Auswärtssieg im ersten Match, Anm. d. Red.) und Fehervar fünfeinhalb Drittel sehr gut gespielt. Wir sind auf Augenhöhe, es sind eben noch die berühmten Kleinigkeiten“, arbeitete Naud beim gestrigen Training alles in Ruhe mit seinen Mannen auf. Die nächste Partie in der Quali-Runde steht heute (17.30 Uhr) in Dornbirn ja schon wieder vor der Tür: „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel, betrachten die Quali-Runde wie das Play-off. Und wenn wir in Dornbirn gewinnen, sind wir vielleicht wieder dabei“, lässt sich Naud von der Fehervar-Partie nicht entmutigen. Dass den Seinen gegen die Ungarn im Finish der Saft auszugehen schien, führte er auch auf den mentalen Verschleiß zurück: „Wenn wir nach dem ersten Drittel 3:0 vorne sind, haben wir am Ende ja auch mehr Kraft.“ (lex)