Serena Williams und Tsonga scheiden überraschend aus
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Überraschungsmann in Melbourne: Der Japaner Kei Nishikori.
Foto: EPA
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Melbourne - Die jeweils ersten vier der Gesetzten bei Damen und Herren stehen geschlossen im Viertelfinale der Tennis-Australian-Open und steuern auf Halbfinal-Duelle zu. Doch trotz Achtelfinalsiegen am Sonntag von Petra Kvitova (CZE-2) und Maria Scharapowa (RUS-4) bzw. Novak Djokovic (SRB-1) und Andy Murray (GBR-4) gab es am Montag in Melbourne Überraschungen. Opfer davon waren die fünffache Australian-Open-Siegerin Serena Williams sowie mit Jo-Wilfried Tsonga der Finalist 2008.
Die US-Amerikanerin Williams bot gegen die ungesetzte Russin Jekaterina Makarowa eine schwache Leistung, verlor 2:6,3:6. Doch die Vorstellung Makarowas ist nicht zu gering zu schätzen, nach Kaia Kanepi (EST-25) und Wera Swonarewa (RUS-7) setzte sie mit der Erstrunden-Bezwingerin der Vorarlbergerin Tamira Paszek bereits die dritte Gesetzte en suite auf ihre Abschlussliste - durchwegs in zwei Sätzen. Um das Halbfinale geht es für die 23-Jährige nun mit Scharapowa erneut gegen eine Landsfrau.
„Ich habe heute einfach schlecht gespielt“, meinte die als Nummer zwölf eingestufte Williams nach ihrer enttäuschenden Darbietung. Makarowa war hingegen selig, erstmals in einem Major-Viertelfinale zu stehen. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, meinte die Weltranglisten-56.
Scharapowa wurde nach davor souveränen Siegen erstmals gefordert, gab beim 3:6,6:2,6:3 gegen Sabine Lisicki (14) auch einen Satz ab. Mit Julia Görges (22) war am Vortag auch die zweite deutsche Achtelfinalistin ausgeschieden. Trotz sub-optimaler Leistung ist Scharapowa als Melbourne-Siegerin 2008 weiter eine ernste Kandidatin für den Titelgewinn. „Es war ein verdammt schwieriges Spiel. Ich bin froh, dass ich weiter bin“, sagte die 24-Jährige.
Das zweite Viertelfinale der unteren Tableau-Hälfte bestreiten Kvitova und Sara Errani. Die Italienerin gewann ein Achtelfinale zweier ungesetzter Spielerinnen gegen die Chinesin Zheng Jie 6:2,6:1. Kvitova gab der Serbin Ana Ivanovic (21) mit 6:2,7:6(2) das Nachsehen. Damit erhielt sich die Wimbledonsiegerin die Chance, die Dänin Caroline Wozniacki am Montag als Weltranglisten-Erste abzulösen. Mehr als ihr Sieg wurde danach aber ein verfehlter Smash Kvitovas zum Gesprächsthema.
Tsonga wurde von Kei Nishikori (24) ausgestochen. Der auf Position sechs eingestufte Franzose war souverän gestartet, fiel dann aber zurück und verlor 6:2,2:6,1:6,6:3,3:6. Nishikori ist der erste Japaner in einem Grand-Slam-Viertelfinale seit Shuzo Matsuoka in Wimbledon 1995. In Melbourne hatte das sogar 80 Jahre kein Japaner geschafft. Der 22-Jährige war 13-jährig aus seiner Heimat zum Training nach Florida gegangen. „Mein erstes Viertelfinale“, jubelte er. „Jetzt habe ich keinen Druck mehr.“
Im Viertelfinale am Mittwoch gegen Murray hat der Asiate aber auch gar nichts zu verlieren. Der Schotte hatte einen ruhigen Arbeitstag, gegen Michail Kukuschkin war er beim Stand von 6:1,6:1,1:0 weiter. Der Kasache gab wegen einer Hüftverletzung auf, nachdem er in Runde drei den Franzosen Gael Monfils (14) in fünf Sätzen ausgeschaltet hatte. „Einfach nur langweilig“, bezeichnete Murray das nur 49 Minuten dauernde Match gegen Kukuschkin.
Djokovic verlor nach acht Dreisatz-Siegen bei den Australian Open en suite wieder einen Durchgang, mit einiger Mühe reichte es nach 1.00 Uhr Ortszeit gegen Lokalmatador Lleyton Hewitt doch noch zu einem 6:1,6:3,4:6,6:3-Sieg. Der Viertelfinalgegner des Serben ist David Ferrer (5), der Spanier gab dem Franzosen Richard Gasquet (17) 6:4,6:4,6:1 das Nachsehen. Am Dienstag tritt der Schweizer Roger Federer (3) im Viertelfinale gegen Juan Martin del Potro (11) zum 1000. Match seiner Karriere an.
Für Jürgen Melzer war nach seinem Einzel-Out in Runde eins im Doppel- und im Mixed-Achtelfinale Endstation. Der Niederösterreicher unterlag an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner (5) dem mexikanisch-deutschen Paar Santiago Gonzalez/Christopher Kas 6:7(1),5:7. Wenige Stunden später spielte Melzer mit seiner tschechischen Freundin Iveta Benesova im Mixed-Achtelfinale gegen das indische Nummer-6-Duo Sania Mirza/Mahesh Bhupathi. beim 6:7,5:7 hielten die beiden zwar gut mit, zogen am Ende aber dennoch in zwei Sätzen den Kürzeren. (APA)
aktualisiert: Mo, 23.01.2012 15:24



