Komplett zu alter Heimstärke
Von Alex Gruber
Schwaz – In beiden Saisonduellen im Grunddurchgang der Handball Liga Austria zog ULZ Schwaz gegen Leoben mit jeweils zwei Toren Differenz den Kürzeren. Auswärts gab‘s eine 28:30-Niederlage, zuhause ein 29:31, das in der vorletzten Runde nicht mehr von großer Bedeutung war. „Wir waren in beiden Begegnungen aber auch nie komplett“, spielt Kreisläufer Andi Lassner auf die laufenden Verletzungssorgen im zweiten Kalenderhalbjahr 2011 an. Als einer von drei österreichischen Teamspielern neben Goalie Christian Aigner und Fabian Posch gab „Lassi“ gestern nach einer Muskelverletzung grünes Licht für einen heutigen Einsatz gegen die Steirer: „Selbst wenn etwas passieren sollte, ist es immer noch besser, im Aufstiegs-Play-off die ersten zwei Spiele zu versäumen als diese wichtige Partie.“
Ein Satz, der mehr sagt als tausend Worte. Mit einem Aufstieg ins Cup-Final-Four würden die Knappenstädter, die den Einzug ins Meister-Play-off verpassten, sich selbst und ihre Fans etwas versöhnen und eine mögliche Chance auf das internationale Geschäft wahren. Das ist als amtierender Titelverteidiger auch eine Frage der Ehre.
Dass Leoben mit Teamflügel Raul Santos (150 Tore in 18 Spielen) den Topscorer des HLA-Grunddurchgangs stellt, ist bekannt. Zuhause wollen die Schwazer aber nicht ins offene Messer laufen. Nach drei Meisterschafts-Niederlagen in Serie gegen West Wien (24:29), Linz (20:25) und Leoben will man in der Sporthalle Ost im neuen Jahr wieder zu alter Heimstärke finden. „Dieses Spiel ist ein Höhepunkt für alle“, unterstreicht Lassner.



