Auftakt nach Wunsch führte Schwaz ins Final Four
ÖHB-Cup
Viertelfinale: Schwaz – Leoben28:24 (13:8)Topscorer: Andriuska, Zangerl (je vier Treffer). Hard – Margareten24:25 (12:11) Linz – WAT FünfhausSa, 18.00 Bregenz – West WienSa, 20.00
Von Roman Stelzl
Schwaz – Der Plan der Schwazer Handballer sah vor der gestrigen Partie recht einfach aus. Der Tiroler Bundesligist ist Titelverteidiger im österreichischen Handball-Cup, und weil man Titelverteidiger ist und es seit dem verpassten Meister-Play-off in der Bundesliga ja kräftig in der Magengrube drückt, lautete die ausgegebene Devise vor dem Viertelfinale gegen Leoben klipp und klar: „Wir wollen ins Final Four.“
Dass das nun keine lieblichen Floskeln waren, sondern harte Kampfansagen an die Gäste aus der Steiermark, ebenfalls ohne Platz im Play-off, wurde den Zuschauern auf eindrucksvolle Art demonstriert. Die Schwazer wollten tatsächlich mit aller Kraft unter die besten vier und untermauerten ihre Ambitionen daher gleich mit vier schnellen Toren. Nach fünf Minuten stand es 4:0 – Mindaugas Andriuska, Fabian Posch, Andreas Lassner und Manuel Gierlinger trugen sich als Erste in die Torschützenliste ein.
Es war ein starker Beginn. Was für eine Bedeutung der im Verlauf der Partie noch haben würde, zeigte sich erst. Denn mehr oder weniger war die Vorentscheidung gefallen. Schwaz würde Dank einer soliden Abwehr und eines ebenso soliden Torhüters den Vier-Punkte-Vorsprung bis zum Ende (28:24) verteidigen. Oder, um es mit den Worten von Trainer Thomas Lintner zu sagen: den Vorsprung „über die Ziellinie“ zittern. Lintner: „Wir haben viele Chancen vergeben, es war eine enge Angelegenheit.“
Ein oder zwei graue Haare werden ihm beim kurzzeitig auf 25:23 geschrumpften Vorsprung schon gewachsen sein, als Leoben einen 3:0-Lauf hinlegte. Aber es hatte dann schlussendlich gereicht. Vier gewinnt – Schwaz steht ebenso wie Margareten (25:24 bei Hard) im Final Four.



