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Nadal krönte perfektes Comeback mit Titel in Indian Wells

Scharapowa stürmte ohne Satzverlust zum ersten Titel seit den French Open 2012.

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Indian Wells (Kalifornien) – Rafael Nadal hat am Sonntag sein perfektes Comeback nach seiner siebenmonatigen Pause mit seinem dritten Titel in diesem Jahr untermauert. Der 26-jährige Spanier rang Juan Martin Del Potro, der auf dem Weg ins Endspiel mit Andy Murray und Novak Djokovic die Nummern eins und drei ausgeschaltet hatte, mit 4:6,6:3,6:4 nieder. Nadal hält damit bei 17:1-Siegen in diesem Jahr. Dies hätte sich der nunmehr wieder auf Weltranglisten-Platz vier vorgerückte Mallorquiner vor zwei Monaten nicht träumen lassen.

Drei Top-Ten-Spieler geschlagen

„Es ist doch unmöglich, ein besseres Comeback zu haben, oder?“, fragte Nadal die Journalisten nach seinem 53. Titel und seinem insgesamt 600. Karriere-Sieg. „Ich bin sehr glücklich und sehr emotional“, sagte der elffache Grand-Slam-Sieger, der sich nach dem verwerteten Matchball auf den Rücken fallen ließ und beide Fäuste ballte. Über 16.000 Zuschauer feierten ihn minutenlang.

„Drei Top-Ten-Spieler zu schlagen und den Titel so zu gewinnen, das ist einfach unglaublich für mich“, erklärte Nadal, der im Viertelfinale Roger Federer und im Halbfinale Tomas Berdych ausgeschaltet hatte. Dabei hatte Del Potro durchaus seinen Premieren-Titel bei einem Masters-1000-Turnier in der Hand, denn der Argentinier führte schon mit 6:4,3:1. Doch dann drehte Nadal erst so richtig auf. „Er hat eine Stunde lange unglaublich gespielt, in der letzten Stunde hat er nicht einen Fehler gemacht. Rafa hat verdient gewonnen“, gestand ein sportlicher, aber enttäuschter Del Potro, im vergangenen Herbst Sieger des Erste Bank Open in Wien, danach.

Miami-Start abgesagt

Statt dem ersten Turniertitel in der höchsten ATP-Turnierkategorie für den US-Open-Sieger 2009 wurde es der 22. Masters-1000-Triumph für Nadal, der damit Federer hinter sich ließ. Der dritte Indian-Wells-Titel nach 2007 und 2009 auf dem eher ungeliebten Hartplatz-Untergrund war für Nadal zweifellos der wertvollste.

Doch vier Turniere in fünf Wochen, drei Titel und ein Finale, fordern auch ihren Tribut. Denn körperlich ist bei Nadal freilich nicht alles eitel Wonne, darum lässt er das nächste Masters-1000-Turnier in Miami auf Anraten seiner Ärzte aus und kehrt erst zur Sandplatz-Saison in Monte Carlo (ab 14. April) auf die Tour zurück.

„Wisst ihr, ich brauche mehr Kraft im Quadrizeps meines linken Beins, also muss ich weiter hart arbeiten.“ Seine nächsten Einsätze sind neben Monte Carlo in Barcelona, Madrid und Rom - und natürlich die French Open, wo sein ganz großes Ziel natürlich Titel Nummer acht ist.

Bei den Damen hatte sich zuvor Maria Scharapowa ihren zweiten Titel in der kalifornischen Wüste nach 2006 geholt. Überraschungsfinalistin Caroline Wozniacki (DEN) war beim 6:2,6:2 im Endspiel chancenlos, die 25-jährige Russin holte ihren ersten Siegerscheck seit den French Open im Vorjahr - ohne Satzverlust. „Das Ergebnis schaut weit einfacher aus, als das Match wirklich war“, versicherte Scharapowa, die nun wieder auf Platz zwei im Ranking kletterte.

Die Russin meinte, sie habe zu Beginn des Turniers gar nicht ihr bestes Tennis gespielt. „Es ist immer besser, wenn man sich durch das Turnier durcharbeiten muss und dann das Momentum bekommt“, sagte Scharapowa. (APA/Reuters)

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