Rieder Spagat zwischen Europa und dem FC Wacker
Von Wolfgang Müller
Innsbruck – „So wie man Ried eben kennt“, bewertete Walter Kogler den 2:1-Heimsieg der Innviertler gegen Legia Warschau, wie er eben war. Nämlich positiv für den österreichischen Fußball, aber auch eine echte Warnung für die Tiroler. „Sie spielten nicht kopflos nach vorne, hatten ein System, einen Plan und warteten auf ihre Chance. Schade, dass sie noch das späte Tor kassierten“, so der Wacker-Coach, dem nach dem internationalen Auftritt der Wikinger natürlich bewusst ist, dass es einer weiteren Steigerung der Schwarzgrünen bedarf, um am Sonntag erstmals zu punkten. Dazu kommt noch die Statistik – seit dem 26. Juli 2006 hat der Dorfklub aus Oberösterreich kein Heimspiel gegen die Innsbrucker mehr verloren.
Da Carlos Merino und Tomas Abraham „praktisch wieder voll in der Spur sind“, bieten sich Änderungen an. „Aber da warten wir noch die letzten Trainingseinheiten ab“, meinte Kogler, der sich eine Variante mit zwei „Sechsern“ im Mittelfeld (Abraham und Piesinger) auch vorstellen könnte.
Rund um die Keine-Sorgen-Arena herrscht im Innviertel jedenfalls eitel Wonne. „Wenn wir daheim so dominant sind, dann darf man sich auch auswärts etwas ausrechnen“, sieht Ried-Manager Stefan Reiter durchaus eine Aufstiegschance. Zuvor gelte es allerdings noch, in der Bundesliga die Scharte nach der 0:2-Heimniederlage gegen den WAC im Heimduell mit dem FC Wacker auszumerzen: „Jetzt gilt es, die Kräfte für Sonntag zu bündeln, denn die Liga ist genauso wichtig.“
Zufrieden war natürlich auch der Trainer. „Das war einer von zwei sehr guten Tagen, die wir brauchen, um weiterzukommen“, meinte Trainer Heinz Fuchsbichler, der gegen Legia Warschau auf ein defensiveres 4-2-3-1-System umstellte. Gegen den FC Wacker wird wieder das bewährte 3-3-3-1 gespielt. Allerdings ohne den Tiroler Clemens Walch, der sich nach Verletzungen erst wieder in die Mannschaft zurückkämpfen muss.
aktualisiert: Fr, 10.08.2012 01:02



