Harmonisch Rapid entgegen
Von Alex Gruber
Innsbruck – Gelöst, lockerer, durchaus entspannt erschien Wacker-Coach Walter Kogler gestern zum Pressetermin vor dem Rapid-Match. Das vorangegangene Vieraugengespräch mit Kaspar Plattner hatte offenbar gut getan. Der Obmann fragte ihn einerseits, ob andere Klubs mit ihm Kontakt aufgenommen hätten („Das hat er mir gegenüber verneint und glaube ich ihm auch“) und wollte andererseits Dinge ins rechte Licht rücken: „Weder der Trainer noch ich haben Unstimmigkeiten. Und wenn ihn ein anderer Klub haben möchte, müsste der sowieso zuerst mit uns Kontakt aufnehmen“, hält Plattner fest, der die Zukunft mit Kogler (hat ohnehin Vertrag bis 2013) plant.
„Es gibt heuer kaum einen Trainer, der keine Schwierigkeiten hat“, verweist Kogler auf generell unruhige Bundesliga-Zeiten. Und von einer Amtsmüdigkeit sei er in der vierten Saison als Wacker-Coach weit entfernt: „Es gibt keine Enttäuschung und es ist bei mir auch kein Verschleiß da. Wir hatten die gleiche Zielsetzung wie letztes Jahr: Einerseits nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und andererseits Spieler zu entwickeln: Da sind wir gut unterwegs. Für weiter vorne müsste es einfach perfekt und glücklicher laufen: Wir haben im Herbst ja viele späte Tore kassiert“, hält er nach 26 gespielten Runden fest. Es sei einfach realistisch, dass „nach vorne was fehlt“.
„Weiter geht‘s – Rapid kommt“, spielt der Kärntner den Ball lieber zum Schlager gegen Rapid weiter: „Es wird Zeit für einen Dreier.“ Die Fans haben die Hoffnung auf Wacker-Tore – vor der 0:1-Niederlage in Graz reichten zwei Wacker-Treffer gegen Salzburg (1:1) und Mattersburg (1:0) neben dem 0:0-Remis gegen Ried zu insgesamt fünf Punkten – noch nicht aufgegeben: Über 7500 Karten waren gestern schon weg. Da machen sich Frühlingsgefühle breit.
„Die Mannschaft ist gefordert“, schiebt Plattner den Ball einmal in eine andere als ständig nur in die Trainer-Richtung. „Unsere Stürmer brauchen wieder einmal ein glückliches Tor“, hofft Kapitän Tomas Abraham, dass die Kugel den Weg ins gegnerische Gehäuse findet. Wie am 18. Juli 2010: Als beim 4:0-Sieg zur Bundesliga-Rückkehr Marcel Schreter mit einem unmöglichen Halbvolley zur frühen 1:0-Führung (9.) gegen Rapid traf. Die Legende lebt. Zur Einstimmung.



