Die Null ist Vergangenheit
Von Patrick Felderer und Thomas Mair
Innsbruck – Es geht doch. Jede (Negativ-)Serie findet irgendwann ihr Ende. Gestern war es endlich für den SV Hall so weit. Ein knapper 1:0-Sieg gegen Saalfelden nach insgesamt dreizehn Pleiten in Folge. Nicht dabei war Neo-Coach Helli Kraft, der leider nach dem Freitagstraining mit schwerer Angina das Bett hüten musste. Er übergab das Ruder an seinen Co-Trainer Alfred Ropic mit den Worten: „Ali, das machst du. Hol‘ die drei Punkte nach Hause.“
Nach dem längst überfälligen Sieg war die pure Erleichterung bei Ropic zu spüren: „Ich und der Helli sind auf einer Längenwelle. Deshalb war es für mich kein Problem, als Chef an der Seitenlinie zu stehen.“ Zum gestrigen Sieg fand er klare Worte: „Wir waren heute richtig motiviert. Der Schlüssel des Erfolgs war einfach, dass wir den unbedingten Siegeswillen hatten.“ Auch das Handy von Hall-Obmann Alexander Breitfelder hörte nicht mehr auf zu klingeln. „Heute habe ich so viele Glückwünsche zum ersten Sieg bekommen. Es ist ein gutes Gefühl“, freute sich Breitfelder.
Von einem gerechten 1:1-Unentschieden im Derby sprachen gestern sowohl die Wattener als auch die Wacker-Verantwortlichen. „In einem Derby zwischen Wattens und Innsbruck steckt immer Brisanz“, erinnerte sich Robert Auer, sportlicher Leiter der Wattener, an seine aktive Zeit. Trotz 0:1-Rückstands, mehrerer Ausfälle (Pranter verletzt, Buchacher krank) und noch nicht ganz fitten Spielern (Obernosterer, Hesina) wurde die Serie der ungeschlagenen Spiele prolongiert. „Wir haben unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft“, ist sich Auer sicher, dass sein Team nicht am Plafond angekommen ist.
Einen Befreiungsschlag schaffte gestern Kufstein mit einem 5:0-Sieg gegen Hard. Nach der Niederlagenserie zeigte die Truppe von Coach Thomas Silberberger, was sie kann: „Der Druck war groß, aber ich habe immer an meine Mannschaft geglaubt.“
aktualisiert: Mi, 31.10.2012 11:13



