Abgesang mit 19 Gegentoren
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Auf verlorenem Posten – Aufsteiger Kematen (r. Andreas Zangerl) unterlag Kitzbühel (Kevin Wildauer) auf eigenem Platz deutlich mit 1:4.Foto: Böhm
Foto: TT / Thomas Boehm
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Von Tobias Waidhofer
Axams – Nach dem Spiel wusste Axams-Trainer Werner Fauland, was das Positivste an diesem traurigen Tag im Mittelgebirge war. „Endlich ist es vorbei“, seufzte Fauland, kurz nachdem seine Truppe vom Innsbrucker Sportverein regelrecht verprügelt worden war. Nach dem 0:19 gegen Kirchbichl setzte es diesmal auch gegen den SVI 19 Gegentore. Allein Daniel Heissenberger traf auf Seiten der Innsbrucker siebenmal.
„Das Schlimmste ist, dass wir uns nicht einmal wehren. Wenn ich auf dem Feld stehen würde, dann würde ich einmal durchdrehen. Aber bei uns dreht keiner durch. Der SVI hat mit uns Katz und Maus gespielt“, schimpfte der Axams-Trainer. Dabei hatte Fauland diesmal wenigstens 16 Spieler zu Verfügung. „Aber das auch nur, weil ich den ganzen Vormittag über telefoniert habe.“ Für SVI-Trainer Johann Glabonjat war das ganze Schauspiel einfach nur noch traurig. „Es ist schade, was aus diesem Verein geworden ist. Besonders um die schöne Anlage tut es mir leid. So ein Schmuckkästchen mitten im Dorf – davon können andere Vereine nur träumen“, meinte der Langzeit-SVI-Trainer.
Ob es für Axams in der Tiroler Liga eine Zukunft nach der Winterpause gibt, ist mehr als nur fraglich. Am Dienstag trifft sich Fauland zu einem Gespräch mit Bürgermeister Rudolf Nagl. „Ehrlich gesagt glaube ich, dass es das war. Für eine Zukunft in dieser Liga brauchst du mindestens neun neue Spieler. Mit dieser Mannschaft geht es nicht weiter. Mein Kopf ist leer“, meinte ein niedergeschlagener Fauland.
Resignation macht sich schön langsam auch in Kematen breit. Gegen Kitzbühel gab es gestern eine 1:4-Heimpleite. „Wie schon so oft in dieser Saison haben wir zu viele Fehler gemacht“, analysierte Kematen-Trainer Zoran Tanaskovic.
Neben „unerklärlichen Blackouts in der Abwehr“ kreidete er seinem Team auch „eine schlechte Chancenverwertung“ an. Damit mussten die „Blues“ Absam in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Auch St. Johann konnte aufschließen. Das Abstiegsgespenst wird Kematen so schnell wohl nicht mehr los.



