„Gemma, gemma – Turbo!“
Spiel der Runde
Tarrenz – Pitztal 1:2 (0:0) Tarrenz: Falkner; Dobler, Krabichler, Pfefferle, Egger; Gstrein, Köll, Pacher, Staudacher, Pamer, Bubik, Götsch, Dogan, Thurner, Kranewitter, Juen. Trainer: Rudi Allinger Pitztal: Manuel Scholz; Klotz, Neuner, Markus Scholz, Ruetz, Lechner, Schuler, Mark, Stadler, Eiter, Stoll, Duregger, Fink, Neururer, Köll. Trainer: Birschner
Von Toni Zangerl
Tarrenz, Pitztal – Die Spannung in der Gebietsliga West steigt vor den finalen fünf Runden, wenn die Frage heißt: „Wer schafft den Aufstieg in die Landesliga West?“
Fakt ist, dass es heuer zwei Aufsteiger geben wird. Aber wer? Realistisch betrachtet haben sechs Teams noch die Chance: Tabellenführer Schönwies/Mils (43), Pitztal (41), Oberhofen (40), Veldidena (38), Tarrenz (37) und Haiming (35).
Wie verrückt der Titelkampf verläuft, bewies am Muttertag das Duell Tarrenz gegen Pitztal. Tarrenz, vor Rekordzuseherkulisse mit rund 600 Zusehern, hatte fast die gesamte Spielzeit mehr vom Spiel, scheiterte aber an der Chancenauswertung und hatte in Schiri Georg Hofer und Liri Christoph Tschol die Reizfiguren. Beim 1:0 für Pitztal urgierten die Hausherren einen Outball, der Siegtreffer für die Gäste fiel in der Schlussminute der vierminütigen Nachspielzeit. Da saß Tarrenz-Coach Rudi Allinger längst auf der Tribüne. „Gemma, gemma Turbo“, feuerte er seine Kicker an, aber zu lebhaft hatte er den Linienrichter kritisiert. Stoisch ruhig Allingers Gegenüber auf der Pitztal-Bank, Willi Birschner. Seine Kicker zeigten zwar eine magere, weil hektische und zerfahrene Partie, aber der Endzweck stimmte: Drei Punkte – und der Aufstiegskurs stimmt. Während Rudi Allinger nach fünf Jahren auf der Tarrenz-Bank im TT-Gespräch ein mögliches Ende seiner Tätigkeit andeutet („man schleift sich ab“), ist Willi Birschner im Pitztal total glücklich. „Da herrscht Ruhe, die Arbeit macht Spaß und unser Ziel war Top fünf. Wenn der Aufstieg gelingen sollte, nehmen wir das natürlich gerne mit und würden mit der gleichen, jungen Mannschaft (Schnitt knapp 21 Jahre) in die Landesliga gehen. Während bei Tarrenz der eigene Nachwuchs dünn gesät ist, kann Pitztal aus dem Vollen schöpfen. Daher ist bei Tarrenz der Aufstieg auch kein wirklich großes Thema. Allinger: „Uns passt die Gebietsliga optimal.“
Nach dem Punkteverlust (2:2) von Tabellenführer Schönwies/Mils zu Hause gegen Ellbögen Patsch ist wieder vieles offen. Und im letzten Spiel heißt die Schlagerpaarung Pitztal gegen Schönwies/Mils. Aber da wollen zuvor auch noch Oberhofen, Veldidena und Haiming ein Wörtchen mitreden.



