07.06.2012
Tiroler Cupfinale

Steidl hielt den Cupsieg fest

Der historische erste Cupsieg für Tirol Ligist Reutte blieb aus. Westligist Kufstein triumphierte vom Elferpunkt, in erster Linie dank Goalie Fabian Steidl.
Im Elfmeterschießen sicherte sich der FC Kufstein den Tiroler Cupsieg und durfte sich bei ihrem herausragenden Akteur Torhüter Fabian Steidl bedanken.
Foto: Robert Parigger
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Tiroler Cupfinale:

Kufstein – Reutte 3:2 n.E. (1:1, 0:0). Kematen; 800. SR: Thomas Einwaller. Tore: Treichl (73., Freistoß) bzw. Scheucher (82., Freistoß). Kufstein: Steidl; Husic (56., Taxacher), Marcel Schönauer, Hetzenauer, Mayerl; Schreder, Thaler, Treichl, Karayün (68., Hechenbichler); Prantl, Unterrainer. Reutte: Schumacher; Pfanz, Demirel, Wind, Selb; Castellani, Dusvald (81., P. Scheucher), Mayor, D. Scheucher; Lassnig (60., Marceta), Schütz.

Von Alex Gruber

Kematen – Die Liste der Ausfälle (Kögl, Hartl, Patrick Schönauer, Schlichenmaier) hemmte Favorit Kufstein weit mehr als jene bei Außenseiter Reutte: Da fehlte mit Gerald Bucher vorweg der torgefährlichste Angreifer wegen einer Sperre, Spielmacher Oleg Weber musste nach dem Aufwärmen trotz Spritze passen. Beide Teams quälten also Personalsorgen, die Außerferner schüttelten diese aber viel besser ab.

So hatte Kufstein-Keeper Fabian Steidl in Minute acht in extremis einen Kopfball-Aufsitzer von Reutte-Kapitän Andreas Schütz zu parieren, auch Dominik Pfanz (13.) und Felipe Castellani (30.) klopften gefährlich beim FCK-Gehäuse an. Ein gefühlvoller Heber von Torjäger Markus Unterrainer (Schumacher lenkt den Ball über die Latte/26.) war zunächst Kufsteins beste Chance.

Schütz ließ gegen den überragenden Steidl den möglichen Matchball (69.) aus, die Reuttener hatten sich zu diesem Zeitpunkt bei prächtiger Cupstimmung viele Sympathien gesichert. „Kufstein braucht einen Freistoß“, bewies sich Kematen-Obmann und Hausherr Arno Bucher als wahrhaftiges Orakel, bevor Mathias Treichl zum 1:0 (73.) traf. „Jetzt fällt wieder ein Tor“, sagte Bucher auch das 1:1 von Scheucher Sekunden zuvor an. Die Entscheidung fiel am Elferpunkt: Steidl krönte sich mit Paraden gegen Selb, Marceta und Burak zum Kufsteiner Cuphelden 2012. Ein ganz bitteres Los für den ambitionierten Außenseiter.

„Bitter, wir hatten die Hand schon am Pokal“, ärgerte sich Reuttes Andreas Schütz, während Teufelskerl Fabian Steidl bescheiden blieb: „Heute habe ich der Mannschaft helfen können, früher haben sie mir schon mehrmals geholfen.“

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 07.06.2012
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