Des einen Freud, des anderen Leid
Von Christof Strasser
Innsbruck – 19.15 Uhr. Der Kampf um den Klassenerhalt in der Tiroler Liga ist eröffnet. 90 Minuten trennten Absam, Kundl, Telfs und Kitzbühel davon, ob im nächsten Jahr ein weiteres Kapitel Tiroler Liga geschrieben werden darf oder nicht.
21 Uhr. Schlusspfiff: Während in Kitzbühel (3:2 gegen Absam) und in Kundl (3:0 gegen den Meister Reichenau) Tränen der Freude ob des Klassenerhalts kullerten, flossen in Telfs und in Absam Tränen der bitteren Enttäuschung: Beide werden in der Saison 2012/13 nicht mehr in der höchsten Amateurspielklasse Tirols mitspielen dürfen – ihren sportlichen Weg werden Telfs und Absam in der Landesliga wiederfinden müssen. Absam verlor im direkten Duell gegen Kitzbühel knapp mit 2:3. Den Telfern nützte das Remis im Wipptal nichts. Das 2:2-Unentschieden gegen Matrei war zu wenig. „Natürlich sind wir enttäuscht. Dennoch haben wir uns gestern würdig von der Tiroler Liga verabschiedet“, sagte Telfs-Trainer Michael Kerschbaum, der bereits überzeugt für die Landesliga plant. Umkrempeln und im nächsten Jahr wieder aufsteigen – die Telfer Devise für nächste Saison ist klar.
Nach dem Klassenerhalt wurde dafür in Kundl und in Kitzbühel dementsprechend gefeiert. Immerhin so laut, dass der sportliche Leiter der Kundler nach dem Spiel nur schwer zu verstehen war. „Nach einer verkorksten Saison war es ein Happy End. Für Kundl wäre der Abstieg eine Katastrophe gewesen“, strahlte ein überglücklicher Obmann, Johann Feiersinger. Und auch in Kitzbühel kannte die Euphorie gestern keine Grenzen. „Heute wird richtig gefeiert. Bei einem Bier wird es mit Sicherheit nicht bleiben“, freute sich der sportliche Leiter Jürgen Kremser über ein weiteres Jahr Tiroler Liga.



