Viele Gründe für Zuversicht
Von Alex Gruber
Wattens – Nach dem 2:1-Sieg gegen Bregenz, der laut Coach Roli Kirchler im O-Ton „kein Heuler“ war, ist die WSG nach ungeschlagener Meistersaison nunmehr schon seit 32 Spielen in der Regionalliga West unbesiegt. Grund dafür ist auch das bärenstarke Innenverteidiger-Duo Michael Steinlechner („der Lange“) und Martin Weissenbrunner („der Terrier“), die gegen die Vorarlberger auch noch die beiden Tore besorgten. Steinlechner war diesen Sommer bei Erstligist Vienna auf Probetraining, der (fällige) Sprung in den Profizirkus blieb für den 25-Jährigen leider aus. Weissenbrunner mauserte sich in seiner Heimatgemeinde – nur drei gelbe Karten in der abgelaufenen Saison – zu einem „Eisenfuß“, der mit 29 Lenzen das Risiko mit jedem Jahr noch besser einzuschätzen weiß.
„Es ist wichtig, dass erstens es so weitergeht; zweitens, dass wir unseren Standard gehalten haben; und drittens, dass die Leute, die wir geholt haben, sich nahtlos einfügen“, fasst Kirchler zufrieden zusammen. „Ein guter Start ist immer wichtig. Es sind aber erst zwei Runden gespielt. Nach dem ersten Drittel der Saison weiß man wieder mehr.“
Dass Sandro Samwald nach seinem Kreuzbandriss das Alpenstadion mit Fußballschuhen seit längerer Zeit wieder betreten hat, ist ein positives Zeichen. Benni Pranter (Meniskus-OP) startet heute mit Lauftraining, Marco Hesina (Kreuzbandriss) sollte in Kürze folgen.
Wacker Amateure: Die Fohlen legten nach dem 5:2-Heimsieg gegen Seekirchen mit einem 3:2-Erfolg in Hard nach. Neben Alexander Gründler (fünfter Saisontreffer) trafen auch die beiden Neuerwerbungen Michael Simic und Naoki Otsuka ins Schwarze. „Im Nachhinein muss man feststellen, dass wir gegen zwei schlagbare Gegner gewonnen haben. Aber die Jungs sind gut drauf und wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken“, lobt Coach Werner Löberbauer den Reifungsprozess in den eigenen Reihen. In Hard stand mit Alexander Fröschl nur ein Jungprofi am Feld, der Rest war Fohlen pur. „Man sieht, dass ein Großteil der Mannschaft ein Jahr beisammen ist. Und wir sind selbst lebensfähig“, lachte Löberbauer gestern bei einem herzhaft verschmausten Kotelett das Herz, zumal er in dieser Saison ohnehin nicht mit viel Unterstützung aus der Profiabteilung rechnen darf. Das kommende Derby gegen Wattens (Sonntag, 17.30 Uhr) wird ein echtes Highlight.
Kufstein: Trainer Thommy Silberberger sonnte sich nach dem 2:1-Sieg gegen die Red Bull Salzburg Amateure/Anif gestern beim Kurzurlaub in Istrien (CRO). Kufsteins 7:1-Auftakterfolg in Andelsbuch wurde in Runde zwei zudem durch die Tatsache aufgewertet, dass der Vorarlberger Liganeuling mit 2:0 in Saalfelden gewann.
„Wir haben wie jedes Jahr gut angefangen, werden wohl wieder eine Rolle zwischen vier und sechs einnehmen können“, baut „Silbi“ überzogenen Ansprüchen – vergangene Saison geisterte zu Beginn auch das Wort Titel durch die FCK-Kabine – vor. Neuerwerbung Yigit Baydar, der von Tirol-Ligist Kirchbichl kam, weiß bei drei Treffern auch in der Westliga, wo der gegnerische Kasten steht. Auch die ersten Vorstellungen des neuen Innenverteidigers Marco Maric nähren beim Kufstein-Trainer das hauseigene Vertrauen, Daniel Steger ist eine starke Option, vorerst noch auf der Bank. Das Tirol-Trio steht stark da.


Startschuss für neuen Landtag

