Archiv

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 16.08.2012

Schabers sahen beide Rot

Nach der 0:6-Pleite in Schwaz schafften die Blues die Trendwende mit einem 2:0 gegen Mötz/Silz. Kolsass/Weer (0:1 gegen Imst) und Fügen bleiben weiter sieglos.

Von Thomas Mair

Innsbruck – Der Fußball schreibt manchmal seine eigenen Geschichten. Gestern eine etwas bittere im Spiel Kematen gegen Mötz/Silz. Der Aufsteiger verlor nicht nur die Partie der UPC Tirol Liga mit 0:2, sondern beide Schaber-Brüder in Form von Platzverweisen. Während Mittelfeldspieler Wolfgang bereits mit der Ampelkarte wegen eines angeblichen Fouls unter der Dusche stand, kassierte sein Bruder Matthias glatt Rot (89.), nachdem er sich beim Schiedsrichter beschwerte. „Ein Wahnsinn! 90 Minuten passieren keine Fouls und der Schiedsrichter braucht vier Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte“, konnte Mötz/Silz-Trainer Jürgen Soraperra die Entscheidungen von Schiedsrichter Stephan Bischof nicht nachvollziehen.

Dennoch an der Niederlage war der Aufsteiger selbst schuld. Es war in keinster Weise ein Aufbäumen zu erkennen. „Zu viele Spieler haben heute ausgelassen“, wusste Soraperra den Grund. Freuen durften sich dafür die zuletzt gebeutelten Kemater, die sich für die 0:6-Pleite in Schwaz rehabilitierten und den ersten Saisonsieg einfuhren.

Selbiges hatte auch Kolsass/Weer im Heimspiel gegen Imst im Sinn. Doch die mangelnde Chancenauswertung brachte die Eder-Elf um die Früchte ihrer Arbeit. 0:1 stand es am Ende, weil fünf Topchancen ausgelassen wurden und die Imster eiskalt und sehenswert zuschlugen. Nach einem Höllrigl-Fallrückzieher landete der Ball am Aluminium und Simon Lentsch sagte per Abstauber danke.