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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 26.08.2012

Ein Hauch von Profifußball

Im Tiroler Unterhaus werden seit dieser Saison schon vor dem Spiel die Hände geschüttelt.

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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Es war einer der Skandale in der vergangenen Saison der englischen Premier League: Liverpools Luis Suárez unterstrich sein schlechtes Verhältnis zu ManU-­Verteidiger Patrice Evra­, indem er ihm bei der traditionellen Begrüßung den Handschlag verweigerte.

Solche und ähnliche Fälle könnte es seit dem Anpfiff der neuen Unterhaus-Saison auch im Tiroler Amateurfußball geben. Denn der traditionelle „Handshake“, der für Fairness und Respekt stehen soll, ist jetzt auch im Tiroler Amateurfußball von St. Anton bis Hochfilzen ein Muss.

Das Prozedere, das vor allem bei Spielen von zweiten Kampfmannschaften mit wenig Zuschauern etwas übertrieben und konstruiert wirkt, soll Signalwirkung haben. Nach den zahlreichen Aufregern der vergangenen Saison (Klagen, Auf- und Abstiegsverzichte, Spielabbrüche) ist jedes Zeichen in Richtung Fair Play ein Schritt in die richtige Richtung.

Im internationalen Fußball ist die Begrüßung des gegnerischen Teams schon seit Jahren gang und gäbe. Während es dort auch immer wieder Aufreger gab, wird es in Tirol wohl keine Handshake-Verweigerer geben.

Und selbst wenn beispielsweise ein Sistranser einem Erler partout nicht die Hand schütteln will – die Aufregung wird sich in Grenzen halten.

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