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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 02.09.2012

Erste Niederlage im verflixten siebten Spiel

Tabellenführer Reichenau musste gestern gegen Reutte die erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Außerferner trotzten den Ausfällen.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Glaubt man einem Sprichwort, gehen viele Beziehungen im verflixten siebten Jahr in die Brüche. Zwar dreht sich die UPC-Tirol-Liga nicht um so große Themen wie die Liebe, trotzdem konnte Tabellenführer Reichenau dem bekannten Sprichwort einiges abgewinnen. Zum Abschluss des siebten Spieltages verloren die Innsbrucker gestern vor heimischer Kulisse gegen Reutte mit 1:2 – die erste Saisonniederlage im verflixten siebten Spiel.

Dabei war die Mannschaft von Trainer Florian Schwarz bis zur 75. Minute durch einen Mittermair-Treffer mit 1:0 in Front gelegen. „Vor allem in der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so gut organisiert, wie zu Beginn. Wir haben auch keine Entlastung mehr zusammengebracht“, analysierte Schwarz. Eine Viertelstunde nach der Pause hatten die Innsbrucker sogar das 2:0 auf dem Fuß. „Das wäre die Entscheidung gewesen“, meinte der ehemalige Rapid-Profi. „Leider haben wir die Chance nicht genutzt.“

Der späte Ausgleich (75. Minute) für die Außerferner entsprang dann auch noch aus einem Elfmeter. „Das war allerdings ein klare Sache“, liegt Schwarz Kritik am Schiedsrichter fern. Mit nur einem Punkt aus den vergangenen zwei Spielen haben die Innsbrucker ihren Vorsprung in der Tabelle fast eingebüßt. Die immer stärker werdenden Schwazer lauern nur noch einen Zähler dahinter.

In Reutte freute man sich über einen laut Trainer Rudi Trakies „insgesamt verdienten Sieg“. Ein Erfolg, der mit Blick auf die fehlenden Spieler noch höher einzustufen ist. Immerhin fielen mit Taxacher, Pfanz und Demirel gleich drei Stammspieler aus. „Ich habe der Mannschaft schon am Freitag gesagt, dass wir uns nicht auf fehlende Spieler herausreden dürfen“, erklärte Trakies. „Das hat die Mannschaft heute wirklich hervorragend umgesetzt.“

Nach den jüngsten Niederlagen gegen Union (1:4) und Kematen (1:3) war der Erfolg beim Tabellenführer auch einer mit Signalwirkung für die ganze Liga. „Wir haben Kematen schon wieder vergessen. Wir wissen, dass wir schlecht waren und blicken immer nur nach vorne.“ Bevor sich die Mannschaft gestern Mittag dann auf die weite Heimreise über den Fernpass machte, wurde noch gemeinsam gegessen. „Und jetzt genießen wir diesen wunderschönen Sonntag“, jubilierte Trakies. Mit dem Sieg beim Tabellenführer im Rücken war der Tag dann gleich noch ein bisschen schöner.