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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 09.09.2012

Union glänzt trotz Personalnot

Während die Union ihre Siegesserie unter Neo-Trainer Matthias Zimmerling prolongierte, bemühte Imst-Trainer Thomas Schatz ein Forrest-Gump-Zitat.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – „Dumm ist der, der Dummes tut“ – das berühmte Zitat aus dem Filmklassiker Forrest Gump passt laut Imst-Trainer Thomas Schatz wie die Faust aufs Auge zu seiner Mannschaft. Auch beim 3:3 gegen Kundl musste sich Schatz über Fehler ärgern, die seine Mannschaft in der vergangenen Top-Saison (Platz zwei hinter der Reichenau) wohl nicht gemacht hätte. „Vorne vergeben wir Chancen, hinten bekommen wir billige Tore. Aktuell fehlen uns in der Defensive Disziplin und Konsequenz.“

Für Schatz kommt die Schwächephase aber nicht überraschend: „Wir haben vergangenes Jahr oft über unsere Verhältnissen gespielt. Außerdem hatten wir im Herbst einen tollen Lauf.“ Die Tabellenspitze hat der Imst-Trainer aber noch nicht abgeschrieben: „Wir wollen weiter vorne mitspielen.“

Ein Kandidat für die Nachfolge von Imst als Reichenau-Verfolger Nummer eins ist sicher die Union. Seit Matthias Zimmerling auf der Trainerbank sitzt, feierten die Innsbrucker vier Siege in vier Spielen und erzielten 18 Tore. Der Ex-Profi macht vieles richtig. „Ich spreche die Sprache der Spieler, habe ein Philosophie und die Mannschaft merkt, dass ich authentisch bin“, fasst Zimmerling seine Qualitäten in Worte. Gegen Kematen tat sich der Westliga-Absteiger aber lange schwer. Wenn Kematen-Angreifer Oliver Kuen beim Spielstand von 0:1 aus Sicht der Union nicht einen Elfmeter verschossen hätte, wäre es wohl eng geworden. „Ich glaube nicht, dass wir uns davon erholt hätten“, meint Zimmerling. Auch weil die Innsbrucker stark ersatzgeschwächt antraten.

Richtig erleichtert zeigte sich nach dem 3:1-Sieg bei Aufsteiger Mötz/Silz Kitzbühel-Trainer Gerhard Fluckinger. Den Gamsstädtern gelang der erste volle Erfolg seit fast einem Monat (dritter Spieltag, 11. August: 3:0 gegen Kirchbichl). „Wir waren spielerisch besser, aber auch der Gegner hatte seine Chancen“, gab sich Fluckinger nach dem Sieg bescheiden.