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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 16.09.2012

Urlaub endet am Kreuzfahrtschiff

Nach 15 Monaten Pause ist Alexander Markl wieder Trainer des FC Kitzbühel. Eine Rückkehr, die absehbar war, aber der eine große Hürde entgegenstand.

Von Thomas Mair

Kitzbühel – Eigentlich hätte der Abschied von Alexander Markl im Juni 2011 ein endgültiger sein sollen. Das Werben des Vorstands und einiger Spieler machten aus dem Karriereende lediglich eine Unterbrechung. Nun sitzt der 51-Jährige wieder auf seinem angestammten Platz auf der Trainerbank des FC Kitzbühel. „Der Bazillus hat mich nicht losgelassen. Ich bin seit 40 Jahren im Verein, wohne nur 300 Meter Luftlinie vom Platz entfernt und habe mich während meiner Pause ständig über die Geschehnisse informieren lassen“, ist für Markl sein Heimatverein eine Herzensangelegenheit, die auch in der Familie maßgebliche Veränderungen hervorruft.

So brauchte der Angestellte beim Kitzbüheler Stadtbauamt mehrstündige Gespräche mit seiner Ehefrau, um grünes Licht für seinen Wiedereinstieg geben zu können. „Sie hat das schon zwölf Jahre lang mitgemacht und weiß, was auf sie zukommt“, erklärt Markl, der sich etwas Entlastung von seinem Co-Trainer Wolfgang Kals erwartet. „Wir sind gemeinsam aufgewachsen und können nun zum ersten Mal miteinander arbeiten.“

Unter der neuen Situation wird jedoch die Reiselust der Familie Markl nach Urlauben in Madeira, Wien und viermal Italien leiden, denn die Unabhängigkeit von Trainingszeiten und Spielplänen ist nun wieder vorbei. Zum Abschluss steht aber noch eine Kreuzfahrt mit seiner Frau im westlichen Mittelmeer bevor. Kals wird deshalb am kommenden Wochenende die Traineragenden übernehmen, bevor Alex Markl ausgeruht von seinem letzten „fußballlosen“ Urlaub in der Liga neu durchstarten kann.