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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 16.09.2012

Gute Freunde kann niemand trennen

Innsbruck – „Gute Freunde kann niemand trennen, gute Freunde sind nie allein“ – was einst schon Franz Beckenbauer musikalisch zum Besten gab, galt auch am Samstag auf dem Sportplatz Hötting West. Beim Stadtderby zwischen der SPG Innsbruck West und der Veldidena saßen sich mit Michael Schober und Farid Lener zwei Freunde auf den Trainerbänken gegenüber. Nach ihrer gemeinsamen aktiven Zeit über drei Jahre bei der Union gingen sie auch den nächsten Schritt gemeinsam und absolvierten für ihre Trainerkarrieren 2010 zusammen die UEFA-B-Lizenz.

Am Rasen war Schober mit der neu gegründeten Spielgemeinschaft – der ISK und Lohbach fusionierten vor Beginn der Meisterschaft – dieses Mal der erfolgreichere und feierte einen 2:0-Heimsieg. Selbst Spielertrainer Lener konnte nach seiner Einwechslung in der 63. Minute keine Wende mehr herbeiführen. Sein 36-jähriges Gegenüber schließt dafür einen Auftritt auf dem Rasen nach mehreren Kreuzbandrissen kategorisch aus.

„Für mich war es ein ganz normales Spiel. Es gab im Vorfeld zwar kleinere Sticheleien, doch am Ende zählen nur die drei Punkte“, wollte der EDV-Techniker der Partie nicht zu viel Bedeutung beimessen, obwohl seine immer noch ungeschlagene Elf die Tabellenführung in der Gebietsliga West eroberte.

Angesprochen auf einen möglichen Durchmarsch von der Bezirksliga in die Landesliga (Anmerkung: Schober schaffte bereits in der vergangenen Saison mit Lohbach den Aufstieg) stapeln die Verantwortlichen im Westen Innsbrucks noch tief. „Heuer ist eine Top-fünf-Platzierung das ausgegebene Ziel“, erklärt Obmann Heinz Findler.

Spätestens im zweiten Jahr soll aber der Aufstieg in die Landesliga geschafft werden, um mit einer zweiten Mannschaft einsteigen zu können und dem großen Kader gerecht werden zu können. Die SPG Innsbruck West soll nämlich ein langfristiges Projekt werden und der ISK und Lohbach vom Papier verschwinden, selbst wenn einige Kritiker noch dagegen wettern. (b.p., ast, tomi)