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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 28.09.2012

Ohne Willen verlor Kematen das Derby gegen Völs

Das Dörferduell zwischen Völs und Kematen ging gestern mit einem 4:2 (1:2)-Sieg an Völs. Die Zeit der Unentschieden ist damit vorbei.

Von Christof Strasser

Innsbruck – Seit dem gemeinsamen Aufstieg (2011) in die Tiroler Liga hat es zwischen Völs und Kematen noch nie einen Sieger gegeben. Beide bisherigen Spiele endeten unentschieden. Gestern war es vorbei mit der leidigen Punkteteilung. Im dritten Anlauf entschieden die Völser das ewige Dörferduell mit 4:2 für sich. Eigentlich sah es lange nach einem Derbysieg für Kematen aus. Die Truppe von Zoran Tanaskovic lag nämlich mit 2:0 in Front. Wer sich aber zu siegessicher gibt, hat den Erfolg nicht verdient. Kematen fehlte die Laufbereitschaft und das Kämpferherz. Völs drehte das Spiel und ging zurecht als Sieger vom Platz. „Eine reine Katastrophe, was wir in der zweiten Halbzeit geboten haben“, ärgerte sich der Kematen-Trainer. „Ich kann Völs nur gratulieren“, fügte Tanaskovic, ohne neidisch zu wirken, hinzu.

Schauplatzwechsel Kundl. Dort gastierte am Freitag zum Auftakt der Tiroler Liga Tabellenführer Schwaz. Dank eines „Lastminute-Treffers“ von Benjamin Reiter (Elfmeter, 86.) durften die Silberstädter einen knappen 2:3-Sieg bejubeln und drei Punkte mit nach Hause nehmen. Nicht ganz unverdient, wie Schwaz-Trainer Martin Hofbauer nach 90 Minuten befand: „Auf die Gesamtdauer des Spiels betrachtet, geht‘s so in Ordnung. Auch wenn die Kundler sehr gut spielten.“