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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 02.10.2012

Mötzer Lernprozess geht nach fünfter Pleite in Folge weiter

Der Aufsteiger aus dem Oberland bleibt nach der 0:2-Niederlage gegen Kundl im Tabellenkeller stecken und sucht dringend ein Erfolgserlebnis.

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Von Thomas Mair

Innsbruck – „Es war Angsthasenfußball!“ – die kurze und knackige Spielanalyse von Mötz/Silz-Trainer Jürgen Soraperra passt zur aktuellen Situation des Aufsteigers in der UPC Tirol Liga. Die 0:2-Heimniederlage gegen Kundl war gleichzeitig das fünfte Negativerlebnis in Serie. „Wir sind so verunsichert, dass sich niemand etwas zutraut und ständig leichte Abspielfehler passieren“, ist Soraperra nun als Psychologe gefragt, er hofft auf ein baldiges Erfolgserlebnis.

Die Situation am Tabellenende ist bei der Spielgemeinschaft, die in den vergangenen Jahren stets in den oberen Gefilden der Tabelle angesiedelt war, eine neue. „Die Spieler sind Niederlagenserien nicht gewöhnt. Aber ich habe von Beginn an gesagt, dass wir in dieser Liga eine Lernphase durchmachen müssen“, appelliert Soraperra an die Spieler, ihre Köpfe nicht hängen zu lassen und weiterzuarbeiten.

Auf der Erfolgswelle schwimmt gut 20 Kilometer weiter westlich der SC Imst, der den Sportverein Innsbruck mit 3:1 besiegte. „Wir waren chancenlos“, hatte SVI-Trainer Hans Glabonjat wenig Freude, während Thomas Schatz zufrieden resümierte: „Ein hochverdienter Sieg, weil wir läuferisch dominant waren. Dennoch muss der Trainer unter der Woche noch etwas tun, um an der spielerischen Feinmechanik zu feilen.“

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