Archiv

Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 02.11.2012

Der Matreier Sportplatz bleibt eine Festung

Matrei – Der Nächste bitte: Matrei baute seine beeindruckende Heimserie auch gegen Kitzbühel aus. Mit 6:1 schossen die Wipptaler die Gamsstädter vom Matreier Sportplatz. Damit unterstrich die Saringer-Truppe noch einmal ihre Heimstärke. In acht Spielen gab es sieben Siege bei nur einem Remis. Ganz starke 32 (!) Treffer erzielten Regisseur Johannes Kinzner und Co. dabei. Zum Vergleich: Auswärts gelangen den Matreiern kümmerliche neun Törchen.

„Wir spielen sehr offensiv und wollen jedes Heimspiel gewinnen“, sucht Trainer Saringer nach einer Erklärung. „Eine wichtige Rolle spielen sicher unsere Zuschauer, die uns immer nach vorne treiben. Bei so einer Stimmung holst du alles aus dir heraus.“ Kitzbühel-Trainer Alexander Markl hat da einen anderen Ansatz: „Matrei ist eine sehr bissige Mannschaft, die sich auf ihre Tugenden verlässt. Außerdem sind sie brandgefährlich bei Standardsituationen.“

Seiner Mannschaft stellte Markl kein gutes Zeugnis aus. „Heute sind wir die Deppen der Liga. Schlechte Chancenverwertung, viele dumme Fehler – so kann man nicht gewinnen“, schimpfte Markl nach der zweiten Auswärtsniederlage in Folge.

Die zweite Festung der Tiroler Liga steht in Hall. Auch die Lend ist für jeden Gegner schwer einzunehmen. Nicht umsonst liegen die Haller Löwen auf Platz zwei der Heimtabelle. Das musste gestern auch die Union zur Kenntnis nehmen. Die Matic-Truppe siegte mit 4:1 gegen die Innsbrucker. Späte Tore von Gstrein, Frischmann (Elfmeter) und Erhart sorgten für den schlussendlich klaren Erfolg. Der Westliga-Absteiger übernahm mit diesem Sieg auch den zweiten Tabellenplatz der Reichenau.

Die richtige Antwort auf das überraschende 1:1 gegen Mötz/Silz fand Schwaz gestern im Heimspiel gegen Reutte. Mit 6:3 wurde die Trakies-Truppe wieder auf die Heimreise ins Außerfern geschickt. „Wir haben heute eines unserer besseren Heimspiele gezeigt und waren die klar bessere Mannschaft“, lobte Trainer Martin Hofbauer. Auch für sein Pendant Rudi Trakies war das Ergebnis „so in Ordnung“. Besser wird die Stimmung in Reutte dadurch aber nicht: Seit sechs Spielen wartet man nun schon auf einen Sieg. „Das geht nicht nur an die Substanz, das belastete auch den Kopf“, meinte ein enttäuschter Rudi Trakies. (t.w.)