27.07.2010, 11:44  Aktualisiert: 25.02.2011, 02:00 
EM

Zeller gab verletzungsbedingt im 400-m-EM-Vorlauf auf

Eine Muskelverletzung stoppte den Niederösterreicher bei der EM in Barcelona.
Eine Muskelverletzung machte Zeller einen Strich durch die EM-Rechnung. Foto: gepa
Foto:

Barcelona – Als kleiner Trost ist Clemens Zeller am Dienstag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona die Erkenntnis geblieben, dass er in guter Form gewesen ist. Als nackte Tatsache in der Hitze des Montjuic-Stadions stand aber eine Aufgabe des Niederösterreichers im Vorlauf auf der Anzeigentafel. Die Zeit war zu kurz gewesen, um die vor einer Woche zugezogene Muskelverhärtung und leichte Zerrung im linken Oberschenkel auszukurieren, der 400-m-Läufer brach nach 100 m ab, um keine schlimmere Verletzung zu riskieren.

Montagabend hatte Teamarzt Alfred Engel Grünes Licht für einen Start Zellers gegeben und das Antreten nicht als Risiko gesehen, jedoch wollte sich der Athlet definitiv erst nach Belastungstest und Aufwärmen am Bewerbstag entscheiden. „Beim Aufwärmen wollte ich schon aufgeben, weil es doch ziemlich wehgetan hat. Dann haben wir noch eine kleine Laufschrittumstellung gemacht, das hat aber nur 100 Meter funktioniert“, erklärte Zeller und fügte enttäuscht hinzu. „Ich hätte die Form für das Semifinale gehabt. Der Spanier ist weitergekommen und den habe ich schon geschnupft. Aber wenn die Gesundheit nicht mitspielt, was soll man machen?“

Das Problem ist vor einer Woche aufgetreten, ausgehend vom Rücken über die Nerven, dadurch sei der Oberschenkel nicht gut versorgt. „Weil da etwas nicht ganz passt, sind immer irgendwelche Krämpfe im Oberschenkel aufgetreten. Mir ist heute ein Krampf eingeschossen oberhalb der Stelle des ursprünglichen Schmerzes, der ist mir zum Verhängnis geworden.“ Dank ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung habe es zuletzt teilweise schon ganz gut ausgesehen, aber er hätte wohl drei bis fünf Tage mehr Zeit gebraucht, so Zellers Einschätzung.

Jetzt hofft der Athlet von Eduard Holzer, dass nichts Schlimmeres passiert ist und er bald wieder ins Training einsteigen und „in Richtung Hallen-EM“ Gas geben kann. „Ich wollte es heute probieren, weil es das Großereignis, der Höhepunkt der Saison ist. Dafür tut man alles. Aber ich habe mir dann gedacht, bevor ich ein komplettes halbes Jahr riskiere, lasse ich es bleiben.“ Als Daumendrücker für Trainingspartner Andreas Rapatz und die anderen Teamkollegen bleibt der 26-Jährige bis Sonntag in Barcelona.

Am ersten EM-Tag waren für Österreich jeweils in der Abendsession ab 19.05 Uhr noch Ryan Moseley (100 m), Elisabeth Pauer (Speerwurf) und Michael Schmid (10.000 m) im Einsatz. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Di, 27.07.2010  11:44
aktualisiert: Fr, 25.02.2011  02:00
Vorteilszone
Partyfotos
Gewinnspiele
Parship
radio.at
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
"HEISZE TASTEN"
Panoramablick
AGB Kontakt Impressum