25.04.2010, 12:02  Aktualisiert: 15.02.2011, 13:33 
Leichtathletik

Sprintstar Bolt begeisterte in „Philly“: In 8,79 zum Staffelsieg

Der „Karibik-Express“ fixierte in 37,90 Sekunden eine neue Jahresweltbestzeit.
Bolt (M.) führte die Staffel zu einer neuen Jahresweltbestzeit. Foto: Reuters
Foto: REUTERS

Philadelphia/Pennsylvania – Der „Blitz“ schlug ein, und Philadelphia flippte aus. Superstar Usain Bolt ist mit einem Fabellauf in die Saison gesprintet: Jamaikas Olympiasieger, Weltrekordler und Weltmeister über 100 und 200 Meter sorgte am Samstagabend (Ortszeit) für den Höhepunkt bei den prestigeträchtigen Penn Relays in Philadelphia. Vor der Rekordkulisse von 54.310 Fans stellte der 23-Jährige als Schlussläufer mit einem Supersprint beim Länderkampf der USA gegen den Rest der Welt den ungefährdeten Sieg der jamaikanischen Sprintstaffel über 4 x 100 m sicher: Der „Karibik-Express“ raste in Jahresweltbestzeit von 37,90 Sekunden vor den Gastgebern (38,33) ins Ziel.

„Ich habe den Burschen gesagt, dass sie vorher schon alles klar machen sollen, damit ich nicht mehr zu hart arbeiten muss“, meinte Bolt mit einem schelmischen Grinsen. Als er eine Stunde vor seinem Start das Franklin-Field-Stadion betreten hatte, war bereits ein ohrenbetäubender Lärm aufgebrandet. „Es war so laut, dass ich dachte, ist der Präsident hier?“, meinte US-Sprinterin Miki Barber.

Mario Forsythe, Yohan Blake und Marvon Anderson hatten bereits einen klaren Vorsprung herausgelaufen, als Bolt den Stab übernahm und in unglaublichen 8,79 Sekunden ins Ziel stürmte. „Ich bin sehr gut gelaufen, aber ich konnte ihn nicht einholen. Dennoch denke ich, dass wir diese Burschen besiegen können“, betonte US-Schlussläufer Ivory Williams.

Auf seiner Ehrenrunde zeigte Bolt zweimal unter dem Jubel der Fans sein Markenzeichen - den angedeuteten Blitz. Anschließend mischte er sich unters Volk, posierte für Fotos und schrieb reichlich Autogramme. „In den vergangenen beiden Jahren war ich immer wieder überrascht, wie viele Leute mich kennen und mich grüßen, wenn ich auftrete. Ich muss mich immer noch daran gewöhnen, aber ich genieße es“, gab Bolt zu Protokoll. (APA/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 25.04.2010  12:02
aktualisiert: Di, 15.02.2011  13:33
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