05.01.2012
Rallye

Tiroler SMS-Grüße von der Rallye Dakar

Drei Tiroler sind derzeit bei der 33. Rallye Dakar dabei – der Genussfaktor steht bei dem Abenteuer allerdings nur an zweiter Stelle.
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Dakar – Ergebnisse

Vierte Etappe: Motorrad: 1. Marc Coma (KTM) 4:16,43; 2. Cyril Despres (KTM) + 2,2; 3. Frans Verhoeven (Sherco) +8,26; Weiters: 107. Ferdinand Kreidl (KTM) +2:33,39. Autos: 1. Stephane Peterhansel (MINI) 3:49,33; 2. Orlando Terranova (Toyota) +5,19; 3. Giniel De Villiers (Toyota) +6,42. Gesamtwertung: Motorrad: 1. Despres (KTM) 11:50,27; 2. Coma (KTM) +8,10. Weiters: 105. Kreidl. Autos: 1. Peterhansel (MINI) 9:43,20; 2. De Villiers (Toyota) +5,41; 3. Roma (MINI) +6,44.

Von Daniel Suckert

San Juan – Sommer, Sonne, Sand – es klingt nach Urlaub. Doch was Michael Angerer, Stefan Huber und Martin Steinlechner in Südamerika dieser Tage bei der Rallye Dakar erleben dürfen, hat nichts mit einem Cluburlaub mit 14 Tage all inclusive zu tun. Statt Entspannung im Liegestuhl mit einer Piña Colada in der Hand steht ein beinharter Job auf dem Programm. Huber rotiert als technischer Leiter beim KTM-Team, Angerer ist für die Ersatzteile beim KTM-Werksteam zuständig und Steinlechner schraubt als Mechaniker beim Motorradpiloten Mohamed Balooshi herum.

„Internet gibt es keines – schlafe immer nur drei bis vier Stunden“, so lauteten die ersten SMS-Grüße von Steinlechner an Stefan Angerer, den Geschäftsführer (MX – KTM Kini) im Zillertal. Die Arbeit am Motorrad lässt nicht mehr Erholungsphasen zu. Und wenn einmal nicht an der Maschine geschraubt wird, dann reist der Tross mühsam von einem Punkt zum anderen. Und das alles bei schweißtreibenden 45 Grad Hitze. Der ganz normale Wahnsinn für das Tiroler Trio.

Nicht weniger Stress haben auch Martin Steinlechner und Stefan Huber. Das bestätigt Stefan Angerer aus seinem warmen Büro im kalten Zillertal: „Die Jungs sind an allen Ecken und Enden voll eingespannt.“ Trotzdem wollen Steinlechner und Co. dieses Abenteuer nicht missen: „Nein. Das ist etwas derartig Einzigartiges – das muss man einfach selber erleben.“

Während die Tiroler positive Eindrücke bei ihrem arbeitsintensiven Aufenthalt sammeln, reißen die negativen Schlagzeilen rund um die Motorradfahrer nicht ab. Zusammenstöße mit Pferden und Kühen, Unachtsamkeiten und sogar ein Flugzeugabsturz ließen die Veranstalter der Rallye nicht zur Ruhe kommen. Da kamen die ersten positiven Nachrichten im Fall Sébastien Coué gerade recht. Der Franzose, vorgestern bewusstlos in den Dünen von El Nihuil gefunden, ist auf dem Weg der Besserung. „Sein Zustand hat sich stetig verbessert, seit er eingeliefert worden ist“, sagte Klinikchef Armando Dauverné.

In der Motorrad-Klasse siegte bei der gestrigen vierten Etappe wieder Titelverteidiger Marc Coma (KTM). In der Gesamtwertung bleibt sein Teamkollege Cyril Despres in Front. Bei den Autos führt Stephane Peterhansel.

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 05.01.2012
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